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Jawa Motorrad

Die Geschichte von Jawa

Aus einer Munitions- und Waffenfabrik entstand im Jahr 1929 die Firma Jawa. Vorerst beschränkte sich das Unternehmen auf Lizenzerwerbungen und konnte demnach nur eine kleine Modellpalette anbieten. Diese anfängliche Probleme konnte man mit der Einstellung von  George William Patchett, einem Motorradrennfahrer und Konstrukteurs, beseitigen. Nun konnte man Eigenentwicklungen fertigen und eine größere Bandbreite anbieten.

Erste Serienmodelle

Jawa 250

In den ersten Jahren, und bis in die 90er, konzentrierte man sich auf die Produktion von Zweitaktern mit Hubraum von 125 bis 350 cm³. Das Erscheinungsbild einer Jawa kennzeichnete über Jahre hinweg die hintere Doppelschwinge. In den 90er Jahren entschied man jedoch, die Doppelschwinge durch eine Einzelnen auszutauschen.

Neue Modellreihen

Jawa 350

Eine Auffrischungskur erfuhren die Modelle im Jahr 1968, man änderte das Design zwar nur wenig, konnte aber die Motorleistung im Mittel um 60% steigern. Bei Jawa konzentrierte man sich auf den Absatz starken Bereich der 350er, die kleineren Modelle wurden nun unter dem Namen CZ vertrieben. Sehr beliebt war die 50 cm³ Pionyr oder Jawa 50, aus dem Werk Považské Strojárne in Považská Bystrica in der Slowakei. Sie besaß anfänglich 1,18 kW dann 2,8 kW und ein fußgeschaltetes drei-Gang-Getriebe. Durch Neckermann konnte man sie auch in der DDR und Westdeutschland kaufen, wo sie vor allem bei der Jugend auf große Resonanz stieß. Nach der wirtschaftlichen und politischen Öffnung der Slowakei, baute man in Zusammenarbeit mit Italien drei größere Modelle, die Jawa 90 Roadster, Trail und Cross, welche bis in das Jahr 1972 produziert wurden.

Jawa im Rennsport

Erfolge konnte man bei Jawa auch im Rennsport verbuchen, unter anderem 15 Siege bei Sechs-Tage-Rennen und einige Grand-Prix-Siege in den 60er Jahren. 

Jawa Modelle

  • DANDY 125

    Klein/Leichtkraftrad


    124 ccm, 13 / 10, 1 Zyl., Bj. 2006