Zündapp

Zündapp Motorrad

Anfänge des Zündapp Motorrads

Zündapp 1930

Die Zünder- und Apparatebaugesellschaft Nürnberg wurde 1917 von Fritz Neumeyer in Zusammenschluss mit den Firmen Krupp und Thiel gegründet. Zunächst konzentrierte man sich auf die Herstellung von Spielwaren und Dampfmaschinen. Bis Ende der 1930er Jahre stieg das Zündapp Motorrad bis auf Platz fünf der beliebtesten Motorradmarken in Europa. Dieser Erfolg war der Fließbandtechnik zu verdanken, denn man konnte Preiswert und schnell Produzieren. Von 1917 bis 1922 wurden schon 1500 Maschinen hergestellt.

Vielseitigkeit sollte die Erfolgsgeschichte werden

Zündapp beschränkte sich nicht nur auf die Produktion von Motorrädern, sie konstruierten auch Autos. So tauchte 1931 erstmals der Bergriff Volkswagen auf. Seinem Namen gerecht wurde er nicht, denn nach nur drei Prototypen wurde das Projekt “Volkswagen“ abgebrochen. 1933 baute man einen 400 cm³ 4-Zylinder Transporter, der daraufhin durch einen 500er ersetzt wurde. Bekannter hingegen ist der in Großserie gebaute Zündapp Janus, der über 6000mal gebaut wurde. Er besaß 2 Türen, eine vorne und eine hinten, so mussten die hinteren Passagiere immer Rückwerts mitfahren. In laufe der Jahre erweiterte man die Produktpalette und stellte Pumpen, Rasenmäher, Motoren und Nähmaschinen her. Das bis heute hin bekannteste Modell ist der „Grüne Elefant“. Die Nachkriegsmodelle KS 601 hatten einen Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor und waren zumeist grün Lackiert. 

Kleinvolumige Zweitakter 

Ab 1950 konzentrierte man sich auf kleinvolumige Zweitakter mit 100 cm³. Zunächst liefen die Geschäfte gut und man hatte mittlerweile 1700 Beschäftigte und 33 Prozent Marktanteil. 1978 wurde die Helmpflicht eingeführt und die Verkaufszahlen gingen stetig zurück. So verpasste man auch den Anschluss auf die Japanischen Motorradfirmen, die in puncto Design und Image die Nase vorn hatten. Den endgültigen Todesstoss brachten die Mofa-Prüfbescheinigung und die immer höher werdenden Unterhaltskosten.  Das Zündapp Motorrad war zwar hochwertig, jedoch nicht immer auf aktuellstem technischem Stand. So hatte man zwar große Bremsanlagen und elektronische Zündanlagen, leider aber noch manuell zu betätigende Benzinhähne, Kickstarter, Ziehkeilschaltung und ein 25 Jahre altes Design. 

Im Jahr 1984 musste die Insolvenz gemeldet werden und die Produktionsanlagen wurden für 16 Millionen Mark an ein chinesisches Unternehmen verkauft.

Kultmarke Zündapp

Das Zündapp Motorrad ist für Fans der Marke jedoch nie gestorben und man organisiert sich mittlerweile in zahlreichen Clubs. Mit dem Lied „Zündapp fahr'n“ widmet die bayerische Band Gsindl der Marke ihre musikalische Verbundenheit.