KTM 1090 Adventure – Vorstellung

KTM 1090 Adventure – Vorstellung


Basis-Abenteurer

Letztes Jahr hieß die Sparversion noch 1050, jetzt hat das Einsteigermodell in die abenteuerlustige Großfamilie im Namen nachgelegt auf 1090. Es bleibt jedoch nicht bei der bloßen Namensänderung, der V2 darf endlich zeigen was er kann. Die Leistung steigt erheblich.

Im stabilen KTM-Gitterrohrrahmen der 1090 Adventure hängt der konstruktiv gleiche 1.050 ccm große 75°-V2, der mit 125 PS (92 kW) Leistung nun besser im Futter steht und bei nur 205 kg Trockengewicht für Druck in nahezu jeder Lebenslage sorgt. Dazu wird die neue 1090er auch wie bisher mit 95 PS (70 kW) Leistung angeboten, was die legale Drosselung auf 48 PS (35 kW) für Führerschein A2-Aspiranten erst ermöglicht.

KTM 1090 Adventure 2017 02

Die 1090 Adventure bildet das Einstiegsmodell, kommt etwas reduzierter daher als die grobstollige Edelvariante 1090 Adventure R. Doppelzündung, Antihopping-Kupplung und Ride-by-Wire-Steuerung für drei Fahrmodi  sowie ein abschaltbares ABS und die mehrstufige Traktionskontrolle gehören zum Serienumfang. Die größten Differenzen zur Edelversion R finden sich indes beim Fahrwerk: Kostengünstigere WP-Federelemente mit weniger Einstellmöglichkeiten und Gussräder mit Metzeler Tourance Next in den Größen 110/70 R 19 vorn und 150/70 R 17 weisen den Weg zum Asphalt hin, ebenso wie die kürzeren Federwege von 185 mm vorne und 190 mm hinten. Die sind nicht kurz, aber eben kürzer als die 1090 R mit 220 mm vorne und hinten sowie einem 21-Zöller an der Front. Die 320er Brembos mit Radial-4-Kolbensätteln komplettieren das Fahrwerkspaket.

KTM 1090 Adventure 2017 05

Zwei LCD-Displays und der KTM-übliche Menüschalter am linken Lenkerende steuern die Elektronik, gut integrierte Kofferträger nebst Gepäckträgerplatte dienen als willkommene Vorbereitung für den Straßenurlaub. Mit verstellbarem Lenker, Fußrasten, Handhebel und Windschild ergibt sich eine große ergonomische Bandbreite. 

Unterm Strich ist die 1090 Adventure also nicht weit weg von der bekannten 1050er, nur auf Euro 4-Niveau gebracht und mit einem dicken Plus an Leistung.

Text: Thilo Kozik

Bilder: KTM