Kawasaki ZX-10RR 2017 – Vorstellung

Kawasaki ZX-10RR 2017 – Vorstellung


SBK-Ableger

Jetzt zahlt sich der Aufwand aus, den Kawasaki mit seinem Engagement in der Superbike-Weltmeisterschaft an den Tag legt: Die neue ZX-10RR kommt als waschechter Ableger der siegreichen Rennmaschinen von Johnny Rea & Co.

Das geht schon beim Treibwerk, dem 998-cm3-Reihenvierer, los: Im neuen Zylinderkopf wurde Platz für die scharfen Nockenwellen aus dem Race-Kit geschaffen, die Tassenstößel sind der höheren Belastung entsprechend DLC-beschichtet und das verstärkte Kurbelgehäuse widersteht den höheren Drücken. Ein Quickshifter erlaubt nicht nur das nahtlose kupplungslose Hochschalten, auch das Heruntersteppen im Sechsganggetriebe ohne Kupplung wird rennmäßig unterstützt.

Kawasaki ZX-10RR 2017 01

Ein agiles Handling steuern spezielle Schmiederäder von Marchesini bei, mit denen die ungefederten Massen für schnelle Richtungswechsel verringert werden. Diese sind übrigens auch für die Standard-ZX-10R als Zubehör zu haben, bei der RR sind serienmäßig Pirelli Diablo Supercorsa SP-Pneus aufgezogen. Die RR ist – wie es sich für ein Rennmotorrad gehört – als Einsitzer konzipiert, auf Soziusrasten wurde daher verzichtet und das Heck mit einer maßgeschneiderten Abdeckung versportlicht. Dennoch ist auch die ZX-10RR für die Straße zugelassen. 

Was der Racer drauf hat, beschreibt Kawasaki folgendermaßen: In den kundigen Händen der Kawasaki Testfahrer ist die Ninja ZX-10RR auf der Kawasaki Entwicklungsstrecke, dem Autopolis Circuit in Japan, rund 1 bis 2 Sekunden schneller als das Standardmodell mit nur einem R. 

Text: Thilo Kozik

Bilder: Kawasaki