Indian 2017 – Vorstellung

Indian 2017 – Vorstellung


Viel Lärm um Musik

Bei Indian hält man sich mit Neumodellen für 2017 bedeckt, dafür bleibt die Modellpalette weitestgehend gewahrt trotz der strengen neuen Homologationsvorschriften – das ist bei der Schwestermarke Victory anders.

So bleibt als wichtigste vermeldenswerte Neuerung: Die beiden Indian Modelle Chieftain und Roadmaster bekommen serienmäßig ein neues Infotainment-System. Beim „Ride Command“ genannten System befindet sich ein 7-Zoll-Touchscreen in der Cockpit-Mitte, eingerahmt von analogen Rundinstrumenten.

Indian 2017 Ride Command-System 03

Die umfangreichen Funktionen entsprechen denjenigen eines Auto-Navis. Die intuitive Bedienoberfläche kann zudem mit Handschuhen bedient werden und verarbeitet vom Tippen bis zum Wischen dieselbe Steuerung wie ein Tablet oder Smartphone – sogar Zweifingergesten wie das Pinch-to-Zoom zum Vergrößern oder Verkleinern der Darstellung sind möglich. Die drahtlose Kommunikation mit Smartphones, Headsets und anderen Bluetooth-fähigen Geräten ist selbstverständlich. Damit auch die anderen Verkehrsteilnehmer etwas von der Neuerung mitbekommen, tönt das integrierte Audio-System mit 200 Watt Leistung in der Roadmaster (100 Watt in der Chieftain).scms://gsid/bs02.c.7262002.de

Die für den deutschen Markt wichtigen Modelle Scout und Scout Sixty erhalten für die kommende Saison zugunsten einer verbesserten Fahrwerksabstimmung neue Federbeine. Zudem wird der Kabelbaum anders verlegt, quasi unsichtbar, um ein hochwertigeres Finish zu erreichen. Ferner wurde für den hinteren Zylinder des V-Motors ein neuer Auspuffkrümmer entwickelt, um dem rechten Bein des Fahrers mehr Platz und Bewegungsfreiheit sowie mehr Schutz vor der Wärmeabstrahlung zu geben. Ein größerer Lenkeinschlag reduziert den Wendekreis und dürfte die Manövrierfähigkeit optimieren. Der Dauerhaltbarkeit zuträglich ist neue Abdeckung der Schwingenlagerung für besseren Schutz vor Regen und Staub. 

Text: Thilo Kozik

Bilder: Indian