Suzuki GSX-S750 – Vorstellung

Suzuki GSX-S750 – Vorstellung


Neuer Mittelklässler

Suzuki präsentiert die GSX-S750 als kleine Schwester der GSX-S1000 und löst damit die erfolgreiche GSR750 ab.

Das man den Nachfolger der GSR in GSX-S750 tauft ist nur konsequent. Gemeinsam mit der GSX-S1000 ergibt sich eine neue Modellfamilie. Die Ähnlichkeit zur großen Schwester ist auch nicht zu übersehen, dank der kleineren Lampenmaske ist die Rangordnung rein optisch gesichert. Doch nicht nur optisch orientiert sich die GSX-S750 an der 1.000er, auch in technischer Hinsicht legt die Mittelklässlerin nach. Und zu guter Letzt bekommt sie auch noch ein paar Pferdchen mehr spendiert – trotz Euro 4.

Der Reihenvierer basiert auf dem Antrieb der GSX-R750 aus dem Jahre 2005. Für das kommende Jahr ist die Euro 4-Anpassung unumgänglich und wieder einmal zeigt ein Hersteller das Euro 4 nicht mit Kastration gleich zu setzen ist. Denn die GSX-S750 schöpft aus 749 Kubik immerhin 114 PS, die Vorgängerin kam noch mit 106 Pferden aus. Und um mit dem etwas langweiligen Image der GSR aufzuräumen, hat sich Suzuki einiges einfallen lassen. Eine kürzere Endübersetzung soll für spürbar bessere Beschleunigung sorgen, die Soundoptimierung der Airbox für den Gänsehauteffekt. Von der 1000er übernimmt die GSX-S750 das Easy Start System, ein kurzer Druck auf den Knopf genügt und die Elektronik regelt den Startvorgang ohne dass der Fahrer den Startknopf gedrückt halten muss.

Suzuki GSX-S750 2017 19

Wenn wir schon bei der Elektronik sind, müssen wir auch die serienmäßige Traktionskontrolle erwähnen. Die hat 3 Stufen und lässt sich auch komplett deaktivieren. Stufe 3 entspricht der konservativsten Einstellung, die Elektronik regelt also entsprechend früh, Stufe 1 regelt eher spät. Die gewählte Stufe wird im neuen LCD-Instrument gezeigt, wobei dies nicht wirklich neu ist, denn es entspricht dem der 1000er. Gesteuert wird es über einen Wippschalter an der linken Lenkerhälfte, auch dieser kommt einem sehr bekannt vor.

Suzuki GSX-S750 2017 23

Schon auf den ersten Blick wirkt die GSX-S750 deutlich wertiger als die GSR, da ist beispielweise der konifizierte Lenker der endlich die dürre Lenkstange der Vorgängerin ersetzt. Auch der serienmäßige Bugspoiler und die Bremsscheiben im Wave-Design zeugen mehr von Liebe zu Detail als vom Rotstift. Die GSX-S750 kommt in Mattschwarz (metallic mat black), Rot (mira red) und dem schicken Schwarz/Blau (metallic triton blue / glass sparkle black). Preise sind noch nicht bekannt, wir gehen mal davon aus dass diese sich auf dem Niveau der Vorgängerin bewegen.

Text: Matthias Hirsch

Bilder: Suzuki