Suzuki GSX-R1000 – Vorstellung

Suzuki GSX-R1000 – Vorstellung


Kilo-Gixxer-Revolution

Nach Jahren (gefühlten Jahrzehnten) der Evolution präsentiert Suzuki endlich die brandneue GSX-R1000. Endlich mischt Suzuki wieder ernsthaft im Reigen der Supersportler mit. Eckdaten und Ausstattung sind absolut Stammtisch-fähig. Als Gixxer-Fan kann man dort schon jetzt der Konkurrenz die Stirn bieten.

Ob dies ebenfalls auf der Straße und der Rennstrecke so ist, klären wir dann zu einen späteren Zeitpunkt. Auf dem Papier lesen sich die Daten vorzüglich und auch die ersten Sitzproben passen. Suzuki nennt sie einfach „die stärkste, schnellste und sauberste GSX-R aller Zeiten“. Rein optisch ist sie bereits auf den ersten Blick als Gixxer zu erkennen. Allerdings könnte die GSX-R1000 auch gerne etwas aufregender gestaltet sein, sie wirkt etwas brav. Gehen wir einfach mal von Understatement aus, die Suzuki will mit Qualität und nicht mit Optik begeistern.

Suzuki GSX-R1000 2017 02

Ein zentrales Element ist der komplett neue Reihenvierer. Der hat flüssigkeitsgekühlte 1.000 Kubik und leistet laut Hersteller 202 PS bei 13.200 Umdrehungen. Das maximale Drehmoment von 118 NM liegt bei 10.800 Umdrehungen an. Natürlich gibt es allerlei elektronische Helferlein damit die hohe Leistung gut beherrschbar ist und sicher auf der Straße ankommt. So hat der Fahrer die Wahl zwischen 3 Motormappings mit unterschiedlicher Gasannahme und Leistungseinsatz. In jedem Modus steht dem Fahrer die volle Leistung zur Verfügung, jedoch wird die mal sanft oder aggressiv abgegeben, je nachdem wie es der Fahrer vorgibt. Dazu kommt noch die 10-fach einstellbare Traktionskontrolle. Die zentrale Messeinheit (IMU) registriert alle 4 Millisekunden Rad- und Kurbelwellendrehzahl, Gasgriffstellung und Fahrzustand des Motorrades (Schräglage). Erkennt das System drohenden Traktionsverlust, regelt es die Leistung durch Eingriffe in Zündzeitpunkt und Drosselklappenstellung runter. Die Empfindlichkeit bestimmt der Fahrer, wie gesagt stehen 10 Einstellungen zur Verfügung.

Suzuki GSX-R1000 2017 09

Die Spitzenleistung ist die eine Seite der Medaille, die Fahrbarkeit eine ganz andere. Auch hier hat sich Suzuki bei der neuen GSX-R1000 einiges einfallen lassen. Das Motorrad wirkt auch für einen Supersportler sehr kompakt, Motor und Rahmen sind so schmal wie möglich gehalten. An der Front arbeitet eine voll einstellbare Showa USD-Gabel, am Heck ein Zentralfederbein das ebenfalls von Showa stammt. Noch edlere Fahrwerkskomponenten hat die GSX-R1000R, zusätzlich hat diese noch einen Quickshifter und eine Launch-Control. Beiden gemeinsam ist wiederum der elektronische Lenkungsdämpfer. Vollgetankt bringt die neue GSX-R1000 gerade einmal 202 Kilo auf die Waage. Wir sind schon jetzt gespannt wie sich die neue Kilo-Gixxer fährt und sich im Vergleich zur Konkurrenz schlägt. Preise stehen noch nicht fest, die Farben schon. Neben dem typischen Blau der Suzuki MotoGP-Maschinen ist die Gixxer in Schwarz und Rot erhältlich.

Text: Matthias Hirsch

Bilder: Suzuki