Aprilia Dorsoduro 900 – Vorstellung

Aprilia Dorsoduro 900 – Vorstellung


Mehr Fun und Bike

Allen Spekulanten, die dachten Aprilia verabschiedet sich vom Vau-Zwo, hat die italienische Marke auf der Hausmesse in Mailand den Boden unter den Füßen gezogen und durch eine ordentliche Hubraumvergrößerung seine 750er-Vau-Motoren die Zeitenwende geschafft: Auch 2017 bleibt das Spaßbike Dorsoduro in Mitglied der Aprilia-Modellfamilie.

Allerdings trägt das Funbike nun eine 900 im Namen, was auf den größeren Hubraum von 896 cm3 infolge der kräftigen Hubverlängerung von 56,4 mm auf 67,4 mm bei gleicher Bohrung von 92 mm weist. Das schafft Leistungsreserven, die unter Einhaltung des Euro 4-Reglements unterm Strich ein höheres Potenzial mit sich bringen: Bei gleicher Nennleistung von nach wie vor 95 PS bei 8750/min wuchs das maximale Drehmoment wuchs 82 auf 90 Nm, dazu soll die Drehmomentkurve des Dorsoduro 900-Motors bei jeder Drehzahl über der des 750er liege und seine Leistung gleichmäßiger entfalten. Zusammen mit dem neuen Motor hat die Dorsoduro 900 eine aufgewertete Elektronik spendiert bekommen. Das neuerdings implantierte Marelli-Steuergerät agiert auf einer Vielzahl von Sensoren mit der Einspritzung und den elektronisch angesteuerten Drosselklappen. So stehen drei Fahrmodi (Sport, Touring und Rain) zur Verfügung, welche die Leistungsentfaltung beeinflussen.

Außerdem bringt die Dorsoduro 900 die neue Aprilia-Traktionskontrolle zum Einsatz, in drei Stufen regelbar oder vollständig auszuschalten. Die Traktionskontrolle ist mit einem Zwei-Kanal ABS von Continental verbunden, das bei Bedarf ebenfalls deaktiviert werden kann. Die Bordelektronik lässt sich über das 4,3 Zoll große, Helligkeit und Schriftfarben automatisch einstellende TFT-Display ansteuern und modifizieren. Optional ist die Verbindung mit dem Smartphone möglich, um zusätzliche Fahrzeugparameter auf dessen Display abzubilden und umgekehrt Telefonfunktionen auf dem Cockpit anzuzeigen.

Neu sind auch die 41er-USD-Gabel von Kayaba, die 450 Gramm leichter ausfällt als bislang und in Zugstufe und Federvorspannung einstellbar ausgeführt ist. Neue Felgen verringern die ungefederten Massen um mehr als zwei Kilogramm, was ein noch beschwingteres Handling und bessere Beschleunigung mit sich bringen dürfte. Damit huldigt auch die Dorsoduro 900 nur einem einzigen Zweck: Der Maximierung des zweckfreien Fahrspaßes. 

Text: Thilo Kozik

Bilder: Aprilia