R1200GS Rambler von Touratech

R1200GS Rambler von Touratech


199 Kilo GS

Umbau-, Gelände- und Fernreisespezialist Touratech hat wieder zugeschlagen und diesmal der BMW GS eine satte Fitness-Kur verabreicht. Herausgekommen ist ein waschechtes Geländemotorad mit flüssigkeitsgekühltem 1200er-BMW-Boxer und einem Gewicht von exakt 199 Kilogramm – fahrfertig, versteht sich!

Für den Prototypen mit dem bezeichnenden Namen Rambler (= Wanderer) bedienten sich die Schwarzwälder im BMW-Regal und schnappten sich den Rahmen und die Motor-Getriebeeinheit einer R 1200 R, die Telegabel aus der F 800 GS und dem Antriebsstrang einer dicken R 1200 GS Adventure. Dazu kam jede Menge Hirnschmalz mit zahlreichen Hightech-Goodies, siehe den hydroformierten 16,2-l-Aluminiumtank, der gleichzeitig als selbsttragendes Rahmenheck und sportlicher Einzelsitz dient. Natürlich wurde die Optik reduziert, Überflüssiges abgebaut und die Federelemente umfangreich überarbeitet: Der Rambler stehen mit Touratech-Suspension-Komponenten voll geländetaugliche 230 (vorn) beziehungsweise 200 Millimeter Federweg (hinten) zur Verfügung.

Touratech hat die Rambler in Abstimmung mit BMW Motorrad entwickelt und zwei technisch identische Prototypen aufgebaut: Einer im schwarz-grau-gelben Touratech-Design, der andere in den klassischen BMW-Motorsportfarben Weiß, Blau und Rot. Die Designumsetzung im Clay-Modellbau und Prototypenrealisierung erfolgten bei TT-3D in Murnau, während die technischen Komponenten bei Touratech in Niedereschach entwickelt und gefertigt wurden.

Jochen Schantz, Touratech-Vorstand, betont: „Bei der Rambler handelt es sich um eine Machbarkeitsstudie, für die wir eigene Umbau-Ideen kreiert und technisch umgesetzt haben. Sie ist kein Motocross-Bike, sondern eine Wanderenduro mit sportlichem Anspruch. Eine Serienfertigung ist für uns nicht machbar, auch wird es keinen Kit der Umrüstteile geben – weil es die Serie dazu noch nicht gibt.

Touratech Rambler 13

Logische Schlussfolgerung: Jetzt ist BMW am Zuge. Auf Basis der Schwarzwälder Ideen könnten die Bayern eine moderne Interpretation der HP2 auf die Speichenräder stellen, exklusiv, attraktiv und bestimmt auch nicht billig – aber ein echter Leuchtturm im BMW-Enduroprogramm. Und Touratech würde den passenden Kit ins Programm aufnehmen ...

Text: Thilo Kozik

Bilder: Touratech/Friedmann