Neuvorstellung Triumph Bonneville Bobber Black

Neuvorstellung Triumph Bonneville Bobber Black


mitten ins Schwarze

Triumph präsentiert mit der Bonneville Bobber Black den schwärzesten Vertreter der Bonneville Familie.

Schwarz soweit das Auge reicht

Triumph hat für das Modelljahr 2018 seine Bonneville Modellpalette erweitert. Jüngster Zugang in der Triumph Familie ist die Bonneville Bobber Black. Die aus dem letzten Jahr bekannte Bonneville bekam für einen standesgemäß grimmig, düsteren Look die Farben Jet Black und Matt Jet Black spendiert. Im gleichen Atemzug wurden dabei auch Auspuffanlage, Motorgehäuse, Scheinwerfereinfassung und Ventildeckel kräftig nachgeschwärzt. Die daraus resultierende muskulös aggressive Silhouette der Bobber Black hebt den ohnehin schon sehr maskulinen Charakter der Bonneville auf eine neue Entwicklungsstufe.

Triumph_Bonneville_Bobber_Black_Testbericht_01

Maskuliner Bobber

Komplettiert wird der Auftritt des schwarzen Retro-Bikes durch den Einsatz einer neuen 47 mm Cartridge Gabel von Showa (Standard Bonneville: 41 mm). In Verbindung mit dem kleineren und breiteren 16 Zoll Vorderrad mit breiterem 130/90 B16 Reifen verströmt die Bonneville Bobber Black aus jeder Pore pures Retro-Bike Feeling. Damit beim Cruisen auf der dunklen Seite der Macht keine Bodenwellen den Fahrgenuss trüben können, hat Triumph der Bobber Black eine auf die neue Geometrie passende Fahrwerksabstimmung zukommen lassen. Für längere Autobahnetappen ist ein exklusiv in der Bobber Black verbauter Tempomat mit intuitiver Einknopf-Bedienung mit an Bord. Überschüssige Geschwindigkeit wird zuverlässig von den neuen Brembo Stoppern und der Doppelscheibenbremse mit 310 mm Scheibendurchmesser eingefangen. Wer mit der Britin auf nassem oder schlechtem Straßenbelag den Anker wirft, wird dabei von einem nicht abschaltbaren ABS dezent überwacht. Für nächtliche Ausfahrten mit der Bobber Black bringt jetzt ein Voll-LED Scheinwerfer mit kräftiger Lichtausbeute Licht ins Dunkel. 

Mächtiger Antrieb

In der Triumph Bonneville Bobber Black werkelt der aus der Bonneville T120 bekannte 1200HT Reihen-Twin, der aus 1200 cm³ Hubraum 77 PS bei 6.100 U/min und 106 Nm Drehmoment bei 4.100 U/min generiert. Dank des Drehmomentberges und der gut ansprechenden, per Ride By Wire angesteuerten Drosselklappen lässt es sich mit dem Bobber herrlich schaltfaul cruisen. Als angenehmer Nebeneffekt der Ride By Wire Technologie stehen dem Bobber Black Treiber eine abschaltbare, zweistufige Traktionskontrolle in den Modi „Road“ und „Rain“ zur Verfügung. Sollte dennoch einmal ein Gangwechsel vonnöten sein, flutschen die Gänge mit der leicht bedienbaren, drehmomentunterstützten Kupplung jederzeit fast von alleine durch das gut schaltbare Getriebe. Die für den souveränen Vortrieb verantwortliche Gemischaufbereitung übernimmt bei dem britischen Bobber-Eisen eine sequentielle, elektronische Multipoint-Einspritzung, die Abgase mit amtlich rauem Sound per Euro 4 Abgasnorm aus den kurzen, schwarzen Slash-Cut Endtöpfen in die Freiheit entlässt.

Triumph Bonneville Bobber Black_Bericht_02
 

Individualisierungen en Masse

Für echte Umbaufreaks oder Besitzer, bei denen der Serienzustand der Bobber Black noch lange nicht das Ende der Fahnenstange bedeutet, hält Triumph ein außerordentlich gut sortiertes Zubehörprogramm parat. Die Palette reicht dabei von diversen Abdeckungen für nahezu jedes Bauteil am Bike bis hin zu kompletten Bauteilen wie Federbein, Lenker oder diverser Gepäcktaschen. Mit diesem umfangreichen Individualisierungsangebot dürfte es schlicht unmöglich sein, auf gut besuchten Motorradtreffpunkten auf einen Klon seiner Bobber Black zu treffen.

Gelungener Einstand

Triumph trifft mit der Bonneville Bobber Black genau ins Schwarze. Der Design-Auftritt der Britin kann nur als sehr gelungen bezeichnet werden. Für beinahe grenzenlosen Augenschmaus sorgen die vielen Details, wie Beispielsweise schwarze LED-Bullet-Blinker oder schwarze Hebeleien. Die Bonneville Bobber Black verkörpert dabei absolut authentisch den betörenden, maskulin aggressiven Charme der Ur-Bobber aus den 40er und 50er Jahren. Lässiger als mit der Triumph Bobber Black surft man heute wohl kaum über die Landstraßen dieser Welt. Umbau- und Customizing-Freunde finden zudem im Triumph Zubehörprogramm eine riesige Fülle von An- und Umbauteilen vor. Erfreulich, dass Triumph trotz des lässigen Retro-Lifestyles, den die Bobber Black versprüht, die Inspektionsintervalle auf neuzeitlich moderne 16.000 Kilometer angesetzt hat. Nur über den Preis für die neue Bonneville Bobber Black hüllt Triumph leider noch den dunklen Mantel des Schweigens. 

Fotos: Triumph