Vorstellung Husqvarna Vitpilen 401 / Svartpilen 401

Vorstellung Husqvarna Vitpilen 401 / Svartpilen 401


Urbane Asphaltsurfer

Nur wenige Konzept-Bikes werden derart kompromisslos umgesetzt wie die beiden Huskys Vitpilen 401 und Svartpilen 401.

Exzentrische Concept Bikes der Motorradhersteller schaffen es erfahrungsgemäß nur sehr selten unverändert in die Serienfertigung. Das große Raunen bei der Präsentation endet in langweiliger Großserienproduktion. Husqvarna macht mit der Vitpilen 401 und der Svartpilen 401 glücklicherweise eine, beziehungsweise zwei Ausnahmen. Die bereits 2014 auf der EICMA vorgestellten Konzepte wurden nahezu unverändert in die Serienfertigung übergeben. Als technische Basis diente dabei die Duke 390 von dem Mutterkonzern KTM. Von ihr wurden Rahmen, Schwinge, Federelemente und Bremsen in die Vitpilen und Svartpilen adaptiert. Ebenso transferiert wurde der 373cm ³ große, 44 PS leistende und Euro 4-konforme Single aus dem orangefarbenen Erfolgsmodell. Dadurch geraten beide Modelle mit 148 kg, respektive 150 kg bei der Svartpilen sehr leicht. In Verbindung mit dem aktuellen ABS aus der 390 Duke und serienmäßiger Anti-Hopping Kupplung dürften die beiden Pfeile nicht nur für Neueinsteiger besonders interessant werden.    

Serienmäßiges Konzeptbike 

Es ist überaus erstaunlich, wie wenig sich Husqvarna vom ursprünglichen Konzept zur Serie entfernt hat. Vom aufregend kurzen Heck bis hin zur stilprägenden Tank-Seitenverkleidung hat es nahezu jedes Bauteil der Konzepte in die finalen Straßenversionen geschafft. Einfach Spiegel, Kennzeichenhalter und Blinker montiert und fertig ist das Serien-Konzept-Bike. Diese genial einfache Formel macht aus dem Weißen Pfeil Vitpilen einen astreinen urbanen Hingucker. Mit einem anderen Ansatz hingegen geht die Svartpilen zu Werke. Mit wuchtiger Tankhalterung und grobstolligen Pirelli Scorpion Rally STR besohlt, macht der schwarze Pfeil Svartpilen als aufregende Scrambler Version auf sich aufmerksam. Von beiden Modellen ist bisher nur der Preis für die Vitpilen 401 bekannt: 5690 Euro. 

Produktionsstart in Mattighofen

Gebaut werden sollen die beiden Eintöpfe zur Markteinführung 2018 vorerst im Mattighofener KTM-Werk. Ende 2018 soll die Produktion dann komplett nach Indien verlegt und vom KTM-Anteilseigner Bajaj übernommen werden. Der Bajaj-Konzern übernimmt dann auch die Fertigung der beiden größeren Schwestern Vitpilen 701 und Svartpilen 701. Wir gehen davon aus, dass beide 701er wohl auf der diesjährigen EICMA als serienreife Neuheit vorgestellt werden dürften. Weiterhin warten dürfen wir wohl auf die bereits als Erlkönig gesichtete Svartpilen 1301. Es wäre wohl eine faustdicke Überraschung, wenn Husqvarna den großen V2 tatsächlich produktionsreif präsentieren würde. Wahrscheinlich wird uns Husqvarna die 1301 zusammen mit der kleinsten Vitpilen 125 aber als Studie präsentieren.

Fotos: Husqvarna