Honda CBR 125 R

Honda CBR 125 R


Sweet Sixteen

Als der Autor mit knapp über 16 Lenzen den Einstieg in die motorisierte Zweiradwelt antrat, waren noch 80er angesagt. In meinem Fall eine Honda MBX 80. Jetzt präsentiert der gleiche Hersteller die brandneue CBR125R, sozusagen die Ur-Ur-Ur-Enkelin. Was hätte ich mir damals die Finger nach sagenhaften 13 PS geleckt. Heute stehe ich eher skeptisch neben der Kleinen und frage mich ob die CBR meiner gestiegenen Weisheit und vor allem Körperumfang gewachsen ist. Also: back to the roots und vorurteilsfrei die Einsteigerklasse testen.

Eindruck CBR125R

Optisch macht die Honda definitiv was her. Dazu trägt zum einen die aufwändige Lackierung und zum anderen die erwachsene Bereifung bei. Vorne ein 100er und hinten ein 130er jeweils auf 17 Zoll sorgen für einen ordentlichen Auftritt. Das Design orientiert sich an den großen Geschwistern. Wer möchte, entdeckt das Scheinwerferdesign der VFR1200F an der kleinen CBR. Aber insgesamt findet sich vor allem Elemente der CBR250R und der CBR600F. Der Fahrer findet einen ordentlichen Sitzplatz vor. Man hat tatsächlich nicht das Gefühl auf einem Minimoped zu sitzen. Die Bedienelemente liegen perfekt zur Hand, die Instrumente sind klar gezeichnet. Auch der Blick nach hinten über die an der Verkleidung montierten Spiegel gibt ordentlich Information preis. Alles in allem also ein gelungenes Package.

Motor Honda CBR

Die CBR 125 R beherbergt einen 125 Kubik großen (oder kleinen) Einzylinder. Dieser leistet 13 PS bei 10.000 Umdrehungen. Unverständlich wieso Honda hier nicht das zulässige Leistungslimit ausschöpft. Die Yamaha YZF-R125 bringt es auf 15 PS. Ob die 2 Pferdchen Differenz in Realität tatsächlich der Burner sind, mag dahingestellt sein. Aber in den Köpfen der Jugendlichen spielt die mit Sicherheit eine Rolle. Geschaltet wird über ein gut funktionierendes 6-Ganggetriebe. Dessen Abstimmung ist allerdings nicht perfekt. Speziell die Spreizung zwischen 4. Und 5. Gang ist zu groß geraten. Hier fällt die Drehzahl zu sehr ab.

Honda CBR125R 18

Fahreindruck

Eine Rennmaschine ist die kleine Honda natürlich nicht, auch wenn es der Name darauf anlegt. Ist aber auch die Konkurrenz nicht. Der Fahreindruck ist dennoch sehr positiv. Vorausgesetzt man hält die Fuhre ordentlich in Schwung. Da ist ein flüssiger Fahrstil gefragt, ständiges Bremsen und Beschleunigen bringen ob der klassenüblichen Leistung keinen Vorteil. Also mit Schwung in die Kurve rein, dann geht es auch mit Schwung wieder raus. Da kommt das fahrradmäßige Handling gerade recht. Die 125er wechselt wie von selbst die Schräglagen. Schon der schiere Gedanke an Schräglage scheint die CBR 125 R umzulegen. Dabei wirkt sie keineswegs nervös. Also insgesamt geradezu perfekt für Anfänger. Da spielen auch die Bremsen gut mit. Keine Beißer, aber dennoch mit guter Bremsleistung ohne einen Einsteiger zu überfordern.

Honda CBR125R 10