TECHNISCHE DATEN

ModellCB 1300 / ABS, Bj. 2005- (SC54/05)
HerstellerHonda
KategorieNaked Bike
Zylinder4
Hubraum1284 ccm
Leistung84 kw
Bei Drehzahl7750 U/Min
Drehmoment116 NM
Bei Drehzahl6000 U/Min
SekundärantriebKette
Anzahl Gänge5
Federweg vorn/hinten120/116
Reifen vorn120/70 ZR17
Reifen hinten180/55 ZR17
Sitzhöhe790 mm
Leergewicht263 kg
Trockengewichtk.A.
Zul. Gesamtgewicht459 kg
Tankinhalt21

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TESTBERICHTE

Honda CB1300

Die vergessene Schönheit


Die vergessene  Schönheit-Honda CB1300


Nein, die CB1300 ist sicher kein Ausbund an Modernität. Stereofederbeine, 5-Gang-Getriebe, Auspuff im Ofenrohrdesign und goldene Felgen aus den 80ern. Aber gerade das macht sie aus. Trends sollen doch andere hinterher hecheln. Zumal die Honda durchaus mit Qualitäten glänzt und so manchen wehmütig an alte Zeiten denken lässt.

Eindruck CB1300S

Sehr schick sieht sie aus. Als Kind der 80er fühlt sich der Autor sofort an die Bol d’Or aus den Achtziger Jahren erinnert. Mittlerweile schon einige Jahre im Programm wirkt das Design der Honda dennoch ansprechend. Sicher ist der Auspuff keine Augenweide, aber zum einen gilt dies leider für die meisten Endtöpfe moderner Bikes und zum anderen gibt es ja noch den Zubehörhandel. Die Bedienung reduziert sich auf das Notwendigste. Wer hier ein Handbuch braucht, hatte in der Vergangenheit wahrscheinlich auch Probleme mit einem Wählscheibentelefon (wer nicht weiß was das ist, soll seine Eltern/Großeltern fragen). Blinker, Hupe, Fernlichtschalter, Starter, Killschalter und Warnblinker. Mehr braucht kein Mensch. Wo kein Schnick-Schnack, da keine Bedienungsprobleme. Dazu passen auch die Instrumente. Für den Autor eine Augenweide da fast durchgängig analog. Auch hier gilt: weniger ist mehr. Große Rundinstrumente die hervorragend abzulesen sind, Blinkeranzeige, die notwendigen Kontrollleuchten und eine Tankanzeige – that’s it. Kein Vergleich zu den fizzeligen Displays die Honda in der Crossrunner und der CBR600F verbaut. Der positive Eindruck setzt sich auch beim Fahrerplatz fort. Der Rohrlenker liegt gut in der Hand, die Sitzbank ist komfortabel und bietet dem Allerwertesten auch auf langen Strecken kein Grund zum Klagen. Beim Beifahrer sieht es da schon anders aus. Die Sitzbank trifft dabei keine Schuld. Jedoch sind die Fußrasten für den Sozius arg hoch montiert. Kritik ernten auch die Spiegel. Grundsätzlich liefern diese einen guten Blick nach hinten. Allerdings überträgt die Verkleidung Motorvibrationen, die wiederum den Blick nach hinten verzerren.


Motor Honda CB1300S

Reihenvierzylinder und 1300 Kubik – was soll da schon schiefgehen? Eben. Hier geht es nicht um Maximalleistung sondern um brauchbare Kraft in allen Drehzahlbereichen. Aus exakt 1.284 Kubik schöpft der Vierer 114 PS bei moderaten 7.750 U/Min. Das maximale Drehmoment von 116 NM liegt bereits bei 6.000 Umdrehungen an. Und es fühlt sich genauso an wie es sich liest. Wie nicht anders zu erwarten hat die CB1300 Druck in allen Lagen, egal welcher Drehzahlbereich, egal welcher Gang. Damit lässt sich die Honda extrem schaltfaul bewegen. Dabei legt der Motor recht ordentliche Manieren an den Tag, obwohl er an den seidenweichen Lauf einer Z1000 nicht heranreicht. Aber so ein rauer Unterton ist ja durchaus sympathisch, auch wenn er die Spiegel zittern lässt. Unterwegs ist sehr schnell der fünfte und damit letzte Gang drin. Runterschalten ist nur in engen Kurven notwendig, in der Regel erledigt man vieles einen Gang höher als man es von anderen Motorrädern gewohnt ist. Dem Fahrer kommt dies auch aufgrund des hakeligen Getriebes entgegen. Die Schaltarbeit gestaltet sich durchaus störrisch. So sind wir vom ersten in den zweiten Gang ab und an im Leerlauf hängen geblieben. Im Alltagsbetrieb und auf kurvigen Landstraßen vermisst man einen 6. Gang nicht. Lediglich bei konstant schneller Fahrt auf der Autobahn ertappt man sich bei der Suche nach dem Sechsten. Der Auspuff mag optisch nicht der Brüller sein, der Sound passt allerdings wie angegossen. Sonor und bassig und meilenweit von einer Flüstertüte entfernt ohne dabei ein Krawallmacher zu sein.

Fahreindruck

Der Motor passt also. Aber wie sieht es mit dem Fahrwerk aus? Immerhin bringt die Honda vollgetankt 271 kg auf die Waage und geht damit zumindest als Vollschlank durch. Dabei merkt man ihr die Pfunde in keinster Weise an. Selbst im Stand lässt sich die CB recht gut manövrieren. Und einmal in Bewegung relativiert sich das hohe Gewicht erst recht. Die Maschine vermittelt eine Leichtigkeit die man in dieser Gewichtsklasse nicht vermutet. Scheinbar mühelos geht die Honda in Schräglage und hält stabil den einmal eingeschlagenen Kurs. Auch schnelle Schräglagenwechsel bereiten weder dem Piloten noch der CB1300 Mühen. Dazu liefert der 1300er immer den passenden Druck. Souveränität ist hier absolut Programm. Ob Ortsdurchfahrten oder enge Kurven, der Fünfte passt fast immer. Ebenso wie das Fahrwerk. Die eher komfortable Auslegung sorgt auch auf welligem Untergrund für genügend Reserven und hält die Honda auf Kurs. Erst bei wirklich sportlicher Gangart kommen die Federelemente an ihre Grenzen. Bei harten Bremsmanövern taucht die Gabel dann tief ab und geht auch mal auf den Block. Dann ist man aber in der Regel schon außerhalb der Legalität im Straßenverkehr und prüft mit den Fußrasten den Fahrbahnbelag. Zur zügigen Gangart passen auch die formidablen Bremsen. Sie erfreuen mit guten Druckpunkt, geringen Bedienkräften und brachialer Verzögerung. Das serienmäßige ABS gehört zu der fein regelnden Sorte und erledigt seine Arbeit effektiv aber unauffällig. Aber nicht nur im sportlichen Einsatz gefällt die CB1300. Gerade auf langen Strecken ist man ungemein entspannt unterwegs. Die Kombination aus bequemer Sitzposition und souveränem Motor lässt die Kilometer geradezu dahinschmelzen. Überhaupt sind es die Allroundqualitäten die die Honda ausmachen. Ob lange Urlaubsreisen oder der sportliche Wochenendausritt auf der Hausstrecke, die Honda liefert immer die passende Antwort.

Fahrzit

Die CB1300 ist eine Perle im Honda Programm. Optisch ein Leckerbissen, gewichtsmäßig ein Pummelchen. Der Motor hat Kraft in allen Drehzahllagen, das handliche Fahrwerk lässt den Hüftspeck schnell vergessen. Und am Treff sind die meisten begeistert. Eigentlich unverständlich das der CB1300 nicht mehr Abnehmer findet. Bleibt zu hoffen dass Honda das Konzept nicht aufgibt und die CB uns noch lange erhalten bleibt.

Text: Matthias Hirsch
Bilder: Buenos Dias/Matthias Hirsch

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78.5 5 bei 2
 

BILDER HONDA CB1300

Honda CB 01
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