Die MSD-Filmtour

Die MSD-Filmtour


Ein Stück MSD-Südroute

Vor einigen Tagen hat Klaus Hinterschuster mit 3 anderen Bikern ein Team des Saarländischen Rundfunks begleitet, das ein Stück der MSD-Südroute vorstellen und die Qualität des MSD-Angebots testen wollte. Neben einem Einblick hinter die Kulissen einer Filmproduktion, erlebten die Mitfahrer ein Gemeinschaftsgefühl, das so wohl nur auf einer Motorradtour möglich ist.

Gute Freunde

Als wir, das sind Vera, Roland, Andreas und ich uns an einem verregneten Tag auf Gut Riedelsbach im Bayerischen Wald treffen, ahnt noch keiner, dass wir 5 Tage später in Freiburg als sehr gute Freunde auseinandergehen, die wirklich etwas Einmaliges erlebt haben.
Das erste Kennenlernen der Tourtester untereinander ist ein nettes Abtasten. Tourenerfahrungen werden ausgetauscht. Andreas, das bisherige Tourengreenhorn, gibt unfreiwillig Komisches von sich, indem er den Rheingau zum Motorradfahren als völlig unbrauchbar bezeichnet. „Vielleicht liegt es daran, dass du ihn nur von der A66 her kennst“ kommt es von mir und Roland wie aus einem Munde. Das Eis ist gebrochen.

Dallas in Tschechien

Am nächsten Tag soll uns unser Wirt zum Treffpunkt mit dem Filmteam an den Arbersee führen. Natürlich ist der direkte Weg für Bikerwirt Bernhard zu einfach. Deshalb nehmen wir die attraktive Strecke durch Tschechien. Nicht zufällig, denn Bernhard will uns sein erworbenes Land im ehemaligen kommunistischen Reich zeigen. Die Ewings aus Dallas wären vor Neid erblasst. Auch wir werden blass, als wir statt im Öl in Kuhfladen stehen.  Gegen Nachmittag erreichen wir den Motorradtreff Arbersee, wo das Filmteam, bestehend aus Projektleiter Claas, Kameramann André und Tonmann Rainer auf uns wartet. Wir erhalten eine Einweisung, was bei den ersten Drehs zu tun ist und ab geht die Post. Gar nicht so leicht in der Formation zu fahren, während der Aufnahmewagen uns links überholt und André aus der geöffneten Seitentür die ersten Fahraufnahmen einfängt. Wir finden mehrere geeignete Stellen, um die Kamera am Straßenrand zu postieren und merken schnell, dass das Filmgeschäft vor allem aus einem besteht, nämlich aus „Warten“.
Einige Stunden später sitzen wir beim selbstgebrauten Bier auf Gut Riedelsbach und lassen den Tag Revue passieren. Die Filmcrew und die Protagonisten verstehen sich auf Anhieb. Die ersten Witze werden erzählt. Diese werden im Laufe des Abends auch deftiger, was Vera als einzige Frau der Truppe zum Glück nicht stört, im Gegenteil, sie ist begeistert.

Spielberg? Wer ist das?

Es ist Zeit die Koffer zu packen und nach einigen Aufnahmen im Motorradmuseum Rosenberger Richtung Passau zu entschwinden. In Passau wird es dann richtig spannend. Filmen zur Hauptverkehrszeit. Der engagierte Produktionsleiter Claas parkt sein Bike schnell mal so, dass ein wildes Hupen um uns herum einsetzt. Claas ist das ziemlich egal, er hat feste Vorstellungen für die nächste Szene und der kommende Spielberg wird sich von ein paar Unwissenden nicht aufhalten lassen. In Passau sind es gut 35 Grad. Wir sind froh, aus den Motorradklamotten rauszukommen. Claas hatte für die Aufnahmen in Passau eine Stadtführerin gebucht. Die hatte wohl verwechselt, dass wir und Passau gefilmt werden sollten und nicht sie. Sobald das Lichtchen der Kamera leuchtet schmeißt sie sich in Szene und fackelt ihr Hintergrundwissen in Posen ab, als wäre es die Eintrittskarte für Hollywood. Nach einer Schifffahrt auf der Donau, schließen wir die Dreharbeiten für diesen Tag ab und müssen noch rund 120km in Richtung Chiemgau fahren.

MSD-Trümpfe

Der Fahrt Richtung Chiemsee führt durch weniger bekanntes Tourengebiet. Simbach am Inn, Burghausen und Waging heißen die Zwischenstationen. Abwechslungsreiche Straßen, schöne Orte und immer wieder herrliche Landschaftspanoramen. Die MSD spielt ihre Trümpfe aus. Als dann weit vor uns die Alpen auftauchen und wir als Motorradpulk darauf zufahren, speichern wir diesen Moment unlöschbar auf unsere inneren Festplatten. Kaum im Hotel in Ruhpolding angekommen, setzt starker Regen ein und es folgt ein Gewitter, das wir in diesem Moment als Abschlussfeuerwerk für diesen gelungenen Tag sehen. Bis auf Roland und mich sind um 22.00 Uhr bereits alle auf ihr Zimmer verschwunden. Wir beschließen uns einen Williams als Absacker zu gönnen und setzen uns bei strömendem Regen unter die Marquise auf die Terrasse. Die inzwischen fernen Blitze lassen die Alpen um uns herum in den unterschiedlichsten bizarren Formationen erscheinen. Aus den 2 Willis werden am Schluss 14. Ein unvergesslicher Abend nach dem Motto 2 Biker, 3 Themen: Frauen, Motorräder und Freiheit.
Am nächsten Tag hat sich der Regen kurzfristig verzogen und wir fahren zum Chiemsee. Hier sind noch relativ viele Touristen unterwegs. Beim Aufbau der Kamera und den professionellen Anweisungen von Claas werden sie auf uns aufmerksam und sind nicht mehr wegzukriegen. Was wird denn gedreht? Wann wird es gesendet? Welche bekannten Schauspieler sind dabei? Können wir ein Foto machen? Langsam beginne ich ein Gefühl dafür zu entwickeln, warum Promis oft eine gewisse Arroganz entwickeln. Mich nerven diese Leute schon jetzt.