Motorradparadies Dolomiten

Motorradparadies Dolomiten


Mit Bikerwirten unterwegs

Das Faszinierende an den Südtirolern ist für uns, dass sie offensichtlich ohne Probleme Gegensätze vereinen. So ist ihr Sinn für Ordnung, Genauigkeit und Perfektion dem der Deutschen und Österreicher sehr ähnlich, gleichzeitig begeistern sie aber auch mit der Lebensfreude und dem Charme des Italieners. Bei unserer Dolomitentour entdeckten wir noch eine weitere Eigenschaft, sie kennen sich verdammt gut aus in ihrer Kurvenregion.

Roland vom www.nigglhof.it  und Hans vom www.castellatemar.it  sind seit längerer Zeit Mitglied der Hotelgruppe „Biker Connection“ und auf vielen Motorradveranstaltungen präsent. Wir haben die beiden persönlich im vorletzten Jahr in Garmisch bei den BMW-Bikerdays kennengelernt. Die beiden Motorradhoteliers aus den Dolomiten kamen zu uns an den Tourenkarten-Stand und wollten sich von uns eine Motorradkarte für ihre Region produzieren lassen, um ihren Gästen und solchen die es werden sollen einen besonderen Service zu bieten. Dazu luden sie uns in die Dolomiten ein, um dieses Kurvenparadies unter die Motorradreifen zu nehmen. Na, wer kann solch eine Bitte abschlagen?

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Ausgestattet mit zwei von Wunderlich optimierten BMWs machen wir uns also auf, um nach Alto Adige, also Südtirol aufzubrechen. Wir haben Glück und erwischen Traumwetter, das uns bereits am Reschensee ein herrliches Foto liefert. Die R1200 „Trophy“ und die R 1200 GS „Neckam“, so heißen die Konzeptbikes im Wunderlich-Katalog, sind mit ihren Boxern natürlich die passenden Bikes für unsere Bergprüfungen und Gipfelstürmungen. Mit dem Stilfser Joch erreichen wir jetzt den Pässeklassiker der Alpen. Wer den nicht gefahren ist, war noch nicht in den Alpen. 48 Kehren und eine Passhöhe von 2.757 m sind die nackten Zahlen eines Motorradtraums. Später am Gaviapass schießen wir dann unser Gipfelfoto, das auch exakt unser Gefühl des heutigen Tages ausdrückt.

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Jetzt wird es aber langsam Zeit in unser Quartier zu kommen. Über Bozen, geht’s nach Welschnofen, wo wir am späten Nachmittag bei Roland und Bettina im „Nigglhof“ einfahren. Wir beziehen schnell unsere einladenden Zimmer und sitzen kurze Zeit später auf der Terrasse und genießen den Mix aus grandiosem Alpenpanorama, frischer Bergluft und kühlem Bier. Noch Fragen? Vielleicht wie das Essen war? Der Genuss auf der Straße setzt sich auf dem Teller uneingeschränkt fort, einfach fantastisch.

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Roland bespricht mit uns schon mal die morgige Tour, auf der er und Hans uns begleiten. Der „Passo di Rolle“ und der „Passo di Giau“ sind das Ziel. So geht es dann am nächsten Morgen erst einmal den Karerpass hinauf, wo Hans schon vor dem „Castel Latemar“ auf uns wartet. Bevor wir jedoch losfahren, müssen wir das „Castel“ genauer inspizieren, denn das „Festungshotel“ fasziniert uns sofort. Also, noch ein Foto mit Kurvenritter Hans und kurz darauf kann es losgehen. Über 200km strammes Alpenprogramm warten auf uns. Sie kennen sich richtig aus die beiden, und wenn ich im Notfall die Auswahl zwischen ihnen und einem noch so guten Navi hätte, dann würde die Entscheidung ganz klar zugunsten der Bikerwirte fallen. Und welches Navi hat Euch während der Tourpause schon einmal mit Käse, Speck und Schüttelbrot versorgt?  Nachdem wir an diesem Tag mehrfach die 2.000m-Höhenmarke überschritten haben, fahren wir nach einem herrlichen Tourentag zum Kaffeetrinken beim Latemar ein, wo uns Anni, die Frau von Hans, mit leckerem Kuchen versorgt.

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Und so geht es dann die nächsten Tage kreuz und quer durch die Traumregion, mal mit, mal ohne Tourguide, aber immer mit den wertvollen Tipps der beiden Einheimischen. Von der Sellarunde bis zum Gardasee, vom Mendelpass bis zum Penser Joch und zum Jaufenpass, es ist alles dabei. Die Tourstopps in Bozen, Kaltern und Meran machen auch die Pausen zu Genusserlebnissen, die von der Architektur, über das mediterrane Flair bis zu den lebhaften Straßencafés reichen.

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So erstellen wir nach und nach so ganz nebenbei das Material für die Tourenkarte, haben den ganzen Tag Motorradspaß und genießen am Abend die hervorragende Südtiroler Küche. Vier der von uns gefahrenen Touren stellen wir euch auf unserer downloadbaren Karte vor. 

Als es dann nach einer viel zu schnell vergangenen Woche Zeit wird wieder Kurs aufs Flachland zu nehmen, bedanken wir uns bei Hans, Anni, Roland und Bettina für die traumhaften Tage und die einmalige Gastfreundschaft. Eine Frage steht noch im Raum: „Wie viel Tourenkarten braucht ihr denn eigentlich?“. Kurz wird noch einmal überschlagen, wo es das Werk überall geben soll. Hausgäste, Tagesgäste, Messen, Ausstellungen und, und, und… „50.000“, kommt es dann von beiden, wie aus einem Mund und wir lernen eine weitere Eigenschaften der Südtiroler kennen: Wenn sie etwas machen, dann richtig.