Die Hochsauerlandtour
wurde durch die Bikerhotels Sauerland initiiert und darf in unserem
Tourenführer natürlich nicht fehlen. Die offizielle Eröffnung fand im
August 2008 im Rahmen eines Tourwochenendes statt, um den Motorradfahrern
die Vielfalt der Region zu zeigen. Die Streckenführung ist
so ausgelegt, dass eine Reihe von Eckpunkten der anderen Strecken in
diesem Tourenführer angefahren werden, und so bereits bekannte Touren
mit einbezogen wurden. Aber auch weniger bekannte Streckenabschnitte
wollen wir hier vorstellen, um Euch zu zeigen, dass "viele Wege nach
Rom" führen können.
Unsere Tour beginnt am Marktplatz in Medebach, führt in das 0rketal durch
Medelon, Hesborn und Liesen. Auf der B 236 Richtung Winterberg erreichen
wir Züschen und biegen in etwa der Ortsmitte links ab nichtung Mollseifen
/ Bad Berleburg. Durch Mollseifen und Girkhausen erreichen wir am
Ende der L 721 den Dödesberg und halten uns rechts Richtung Winterberg.
Ab jetzt heißt es durchatmen und besten Asphalt, Schräglagen und spurtschnelle
Geraden unter die Räder bis Oberkirchen nehmen. Besonders die Strecke ab Albrechtplatz
(B 480 Richtung Schmallenberg) lässt erahnen was der Sturm "Kyrill"
im Sauerland angerichtet hat. Auf der anderen Seite hat es auch sein "Gutes".
Einen hervorragenden Panoramablick hat man nach der ersten Serpentine,
an der sich auch ein Parkplatz befindet. In Oberkirchen angekommen
biegen wir rechts Richtung Winterberg/Westfeld ein, um kurz nach
der "Miniortschaft" (grünes Schild) Inderlenne links auf die K 18, Nebenstrecke
Winterberg, einzubiegen. Auch dieser Streckenabschnitt bis Altastenberg geizt
nicht mit griffigem Asphalt und Kurven satt. lm Höhendorf Altastenberg geht
es in der Dorfmitte linksseitig in Richtung Sorpetal bis Siedlinghausen. Hinter
Siedlinghausen geht es zunächst bergauf, wir bleiben auf der Landstraße durch
Altenfeld und Walbecke und biegen anschließend rechts in Richtung Ramsbeck
ein. Durch das Bergwerkmuseum Ramsbeck, in dem man auch unter Tage "festlich"
speisen kann, ist der Ort weit über die Grenzen des Sauerlandes bekannt.
Jetzt geht es erst einmal wieder bergauf Richtung Andreasberg, im weiteren
Verlauf passieren wir das Freizeit- und Abenteuerland "Fort Fun" in Wasserfall
und genießen die kurvige Abfahrt nach Heinrichsdorf und Elpe. Bevor wir die
B 480 in Richtung Brilon / 0lsberg erreichen passieren wir noch die 0rte Brunskappel
und Wiemeringhausen. lm "Rosendorf" Assinghausen verlassen wir die
Bundesstraße rechtsseitig und fahren relaxed durch Bruchhausen, bergauf an
den Bruchhauser Steinen entlang, und gelangen zur Kreuzung Richtung Brilon.
Vor Brilon biegen wir rechts auf die L 870, Hinweis Bredelar/Hoppecke, bleiben
bis vor der Unterführung, und fahren die Brücke Richtung Diemelsee hinauf.
Auch hier ist "Bergsteigen" angesagt, um auf der anderen Seite links Richtung
Diemelsee abzubiegen.
Die Bauarbeiten zum Diemelsee begannen bereits 1912 und wurden
durch den 1. Weltkrieg unterbrochen. Fertigstellung wat 1923 und Inbetriebnahme
1924. Die Diemeltalsperre hat ein Stauvolumen von 19,9 Mill.m3
und dient mit ihrem Wasser der Regulieiung des Mittellandkanals und der Weser.
Nebenbei produziert das in der Staumauer integrierte Kraftwerk mit zwei
Turbinen jährlich ca. 2,5 GWh Strom. Der überwiegende Teil des Sees befindet
sich auf hessischer Seite, ein kleiner auf nordrheinwestfälischer Seite.
Auch am Diemelsee lässt es sich "Motorradtechnisch" vortrefflich im "Fährhaus"
pausen. Nach Passieren der Staumauer, entlang der Diemelseerandstraße fahren
wir durch Heringhausen, Rhenegge, fahren durch Adorf, Vasbeck und Massenhausen
bis nach Bad Arolsen. Wir bleiben auf der B 450, überqueren die Twistetalsperre
und biegen nach ca. 9,5 km direkt hinter Landau rechts Richtung Freienhagen
ab. Nach etwa 7 km durch den ,,Langer Wald" gelangen wir auf die
B 251 und biegen rechts Richtung Korbach / Edertalsperre ab nach Sachsenhausen
und Niederwerbe gelangen wir zum Edersee. Genießen Sie die Fahrt
entlang der Ederseerandstraße und halten Sie sich bitte strikt an die Höchstgeschwindigkeiten.
Hier hat schon Mancher seinen "Lappen" abgeben müssen.
Ca. 3 km hinter der Staumauer an der Ampelanlage links Richtung Affoldern,
Mehlen, Gifflitz. In Gifflitz biegen wir rechts Richtung Kleinern ab.
Bis Frankenau durchqueren wir nun das "Wesetal", rechtsseitig die "Ederhöhen",
linksseitig die "Wildunger Berge". Vor Frankenau gibt es bei gutem
Wetter noch einen einzigartigen Panoramablick auf das vorgelagerte Hochsauerland
bis hin zur Sackpfeife Richtung Biedenkopf. ln Frankenau der abknickenden
Vorfahrt links und dem Hinweisschild Allendort / Frankenberg
folgen. Am Ende der Landstraße erreichen wir die 8253 Richtung Frankenberg.
Frankenberg's Altstadt ist einen Besuch wert, besonders zu erwähnen das
Rathaus und die Kopfsteingepflasterte Innenstadt.
Nach Frankenberg in Richtung Rengershausen wartet
noch einmal ein richtiges "Kurvenschmankerl" auf gutem
Asphalt bevor wir uns Hallenberg nähern. Nach Hallenberg geht es noch einmal
Richtung Medebach bis Hesborn, wo wir uns in der 0rtsmitte rechts abfahrend
dem Ort Dreislar nähern. In Dreislar folgen wir der abknickenden Vorfahrt
nach Medelon. Ab Medelon fahren wir nicht den direkten Weg nach Medebach,
sondern unternehmen noch einen Schlenker über Glindfeld. Das Kloster Glindfeld
hat eine lange Geschichte und Tradition. Sie reicht bis in das l3.Jahrhundert
zurück. Von Augustinerinnen über Kreuzherren bis hin zum Forstamt hat dieses
Kloster alles gesehen. Heute finden im Kloster bis über die Landesgrenzen bekannte
Kulturveranstaltungen statt.
Nach diesem kulturellen Ausf lug gelangen wir zum Tourende nach Medebach.

Download für Navigationsgeräte