"Schnelles Helles" als Hells-Angels-Lockvogel

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    "Schnelles Helles" als Hells-Angels-Lockvogel

    ImageBei den Ermittlungen gegen die Hells Angels hat die rheinland-pfälzische Polizei extra einen eigenen Rockerclub ("Schnelles Helles") gegründet.

    WDR, NDR und "Süddeutsche Zeitung" berichten über teils lustig anmutende

    Details.



    Um den Hells Angels des Charters Bonn auf die Schliche zu kommen, ließ sich demnach das rheinland-pfälzische

    Landeskriminalamt einiges einfallen. Eigens wurde der Club "Schnelles

    Helles" gegründet, um die Aufmerksamkeit der Rocker zu wecken. Das Logo

    wurde so gestaltet, dass es dem der Hells Angels ähnelt. Die

    Polizei-Rocker wollten offenbar mit allen Mitteln den Eindruck erwecken,

    in das Hoheitsgebiet der Hells Angels eindringen zu wollen. Das rheinland-pfälzische Innenministerium wollte sich auf Nachfrage des SWR

    dazu nicht äußern. Pressesprecher Joachim Winkler verwies am Freitag

    auf das "operative Geschäft" und das LKA. Auch die Staatsanwaltschaft

    Koblenz äußerte sich mit Verweis auf das laufende Verfahren am

    Landgericht Koblenz nicht zu der Berichterstattung. Richter Michael

    Mayer vom Landgericht Koblenz bestätigte dagegen, dass unter Mitwirkung

    von Beamten des Landeskriminalamtes zu Ermittlungszwecken ein

    Motorad-Club mit dem Namen "Schnelles Helles" gegründet wurde. Laut "SZ" wollte das LKA so herausfinden, "ob die Bonner Rocker die

    Neugründung einer Motorradgang in ihrem Einflussbereich dulden würden".

    Sie standen im Verdacht, neue Motorradclubs im Norden von

    Rheinland-Pfalz und dem angrenzenden Nordrhein-Westfalen von ihrer

    Zustimmung abhängig zu machen, in Einzelfällen sollen sie sie auch

    gewaltsam aufgelöst haben. Jahrelang sollen sie schwere Straftaten

    begangen haben.

    Die Erfindung von "Schnelles Helles" samt provokantem Logo war jedoch noch nicht alles. Die Kutten ließ die Polizei den Recherchen zufolge

    dort anfertigen, wo auch die Hells Angels bestellten. Die offenbar von

    verschiedenen Landeskriminalämtern und dem Bundeskriminalamt

    ausgewählten Ermittler ("echte Schränke") zeigten sich in

    Motorrad-Werkstätten und Biker-Kneipen, sie erzählten, wo sie sich

    treffen würden - alles in der Hoffnung, die echten Rocker

    herauszufordern. Während die Polizei-Rocker in Isenburg (Kreis Neuwied)

    ihre Treffen abhielten, wurde das Lokal von Kollegen bewacht - doch die

    Hells Angels tauchten nicht auf.Wie WDR, NDR und "SZ" weiter berichten, erschienen die Hells Angels dann doch irgendwann in der Kneipe. Da waren

    die Undercover-Rocker aber nicht dort. Der Wirt sei gebeten worden,

    "den Leuten von "Schnelles Helles" auszurichten, sie mögen doch bitte

    Farbe und Schrifttyp ändern. Das sei ihr Logo". Was die Bonner Rocker von ihren Konkurrenten hielten, macht eine Aussage

    während des seit Januar dieses Jahres in Koblenz laufenden Prozesses

    deutlich. Wie die "Rhein-Zeitung" im Februar schrieb, habe einer der

    Angeklagten ausgesagt, beim Namen "Schnelles Helles" habe man den Klub

    nicht so ernst genommen und "eher an eine Trinkgemeinschaft" gedacht. Image   Image

    Quelle: swr.de
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    Re: "Schnelles Helles" als Hells-Angels-Lockvogel

    Lächerlich diese ,, Schränke " mit null Verstand .
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    Re: "Schnelles Helles" als Hells-Angels-Lockvogel

    Und nun?

  • Profilbild von n.N

    Re: "Schnelles Helles" als Hells-Angels-Lockvogel

    i sach nur 01.04.