• Profilbild von n.N

    ABS in der Kritik?

    Da momentan kritische Berichte und Meinungen zum ABS bei Motorräder zu lesen sind, stelle ich mal die Frage ins Forum wie ihr das seht und wer hat tatsächlich negative Erfahrungen mit ABS gemacht? Anscheinend besteht doch Stoppie-Gefahr mit Abwurf. Wobei die neuesten AB-Systeme (je nach Einstellung) auch schon eine Hinterrad-Abhebeerkennung haben und auch integral arbeiten.

    Auf welchen Einstellungen habt ihr das ABS stehen, sofern verschiedene Einstellungen dafür vorhanden sind? Beschäftigt ihr euch überhaupt mit solchen Einstellmöglichkeiten oder nehmt ihr das ABS eher so wie beim Auto wahr? Ist vorhanden, arbeitet, ist sicher und gut!
  • Profilbild von Manegarm

    Re: ABS in der Kritik?

    hat geschrieben

    Ist vorhanden, arbeitet, ist sicher und gut!

    Genau so.

    Wer glaubt dass ABS einen Überschlag verhindern kann, glaubt auch an den Osterhasen.

    Nichtsdesto trotz ist mir bisher nicht aufgefallen, dass ABS jetzt mehr in der Kritik stünde als noch vor 10 Jahren.
  • Profilbild von n.N

    Re: ABS in der Kritik?

    Servus Mane. Deine Einschätzung bzgl. ABS teile ich. Ich beziehe mich auf Artikel der "Fachpresse" und den Leserbriefen dazu. Interessante Reaktionen.

    ABS steht bei mir auf je der Einstellung ohne Integralfunktion und Abhebeerkennung.
  • Profilbild von Tasosx

    Re: ABS in der Kritik?

    Also ich hab das 3 stufige abs von Bosch. Ich hab das auf Stufe 3, weil ich stoppies nicht brauche. Ich hab 2 mal erfahrung damit gemacht, 1 mal rennen und ne ampel letzte sekunde gesehen das die Rot war (Baum hat die bedeckt) vollbremsung/kein stoppie  abs genial funktioniert und Motorrad angehalten vor der ampel. Einmal würde mir wieder die vorfahrt unerwartet genommen und müsste vollbremsung machen sonst würde ich ins Auto reinknallen, abs hatt sich wieder bewehrt. 

    Also was oder wie ich fahre ist nicht der punkt hier also kritik könnt ihr euch sparen, punkt ist abs hat seine arbeit geleistet...ohne abs bei den ersten fall hätte ich nie im leben geschafft zu bremsen entweder überschlagen oder durch rote ampel gefahren und beim 2ten fall würde ich ins auto reinknallen. Einmal mit abs...nie mehr ohne.
  • Profilbild von n.N

    Re: ABS in der Kritik?

    @Tassox,

    das mit der Vollbremsung, trockene Fahrbahn vorausgesetzt, kriegste ohne ABS auch hin.

    Mich hatte damals mit der 900R ein Bus ausgebremst. Vollbremsung, blockiertes  Vorderrad

    und Gabel auf Block. Da fehlten nur ein paar Zentimeter. Mit ABS hätte es wohl gescheppert.

    Ansonsten hab ich ABS nur bei Probefahrten gehabt. Habs ein paar mal in den Regelbereich geschafft, aber mit Absicht. Denke, das bei dem jetzigen Wetter selbst ein schlecht regelndes ABS besser als keines ist. Aber meine TDM hat keins. Also gaanz vorsichtig fahren bei dem Wetter.



  • Profilbild von Roadrunner72

    Re: ABS in der Kritik?

    Hm. Ich habe in der Fachpresse jetzt keine vermehrte Kritik wahrgenommen, aber egal.

    Meiner Ansicht nach ist das Problem nicht beim ABS zu suchen. Das Problem ist, das der Sündenbock ABS für immer größer werdende Grobmotorik beim Benutzer herhalten muß. Sprich: Hinz und Kunz verlassen sich auf ihr High-Tech-Apparillo und langen ungehemmt in die Hebelage, anstatt die eigenen handwerklichen Fähigkeiten zu schärfen und die Technik nur als Rettungsanker zu sehen. Macht aber so gut wie niemand. Man hat ja schließlich das Race-Paket gekauft und bezahlt, dann soll es auch was tun für sein Geld.

    Just my 2 cents...

    Davon ab hat Onkel Roady so einen Einstell-Schnickschnack nicht. ABS ist an oder aus, mehr ist nicht zu justieren. Überschlagsneigung kennt mein Radstandswunder auch nicht. Mein ABS nutze ich auch nur als Rettungsanker und bremse nicht gezielt in diesen Bereich.
  • Profilbild von chucky1978

    Re: ABS in der Kritik?

    Ich habe ebenfalls keine wirkliche Kritik über ABS allgemein bis heute lesen dürfen. Leute die davon ausgehen das sie immer in jeder Situation besser Bremsen werden als ein Computer hingegen wird es immer geben.. Das sehe ich aber nicht als Kritik, sondern mehr zur Schublade "Selbstüberschätzung" gehörig um es überspitzt auszudrücken. Heißt nicht das sie in gewissen Situation sicherlich besser Bremsen können, aber ob das wirklich für jede Situation im Alltag zutrifft mag ich zu bezweifeln.

    Für meinen Teil kann ich nur sagen, das ich mit Moppedfahren aufhören musste, aus Gründen, wo mir das ABS das Knie definitiv gerettet hätte. Auch im Auto besonders im Winter war das ABS stehts mein Freund, und ich bin ewig ohne ABS gefahren.

    Kritik kann man vielleicht an vereinzelten Systemen üben, die mal mehr so lalala als perfekt sind, aber das wars auch schon. 

    Kritik könnte es jedoch geben durch ein Gesetz was ABS an Krads ab dem 01.01.2016 vorschreibt. Jedoch ist selbst ein theoretisch nicht mehr abschaltbares ABS-System mit meist nur einer Schraube am Rad deaktivierbar.. Also wer wirklich auf ABS verzichten will, kann dies auch in Zukunft tun, und bei einem Unfall es so darstellen lassen, das lediglich der Radsensor einen defekt hatte.

    Grundsätzlich kann ich nur sagen, das viele Menschen sich am ende bei dem Thema gerne selbst belügen und denken sie seien Besser als ein Computersystem. Die Realität hingegen sagt oft etwas anderes.. Ausnahmen gibt es jedoch natürlich durchaus überall.

    Was die einstellung von ABS angeht ich denke die Einstellung mit der besten Verzögerung, also auch Stoppie, ist wohl die beste... Nur ob wirklich jeder damit zurecht kommt ist eine andere Sache.. ist wie mit der Schräglage.. das muss geübt werden. Genauso wie anfänglich PKW-Fahrer die Bremse lösten weil das Pedal pulsierte, könnte es bei einer zu heftigen Einstellung am ABS soweit kommen, das ein Fahranfänger die Bremse loslässt weil das Heck leichter wird.. Ich denke eine gewisse Einstellungssache sollte dem Fahrer daher überlassen werden bis es mal soweit ist, das Fahrer das Bremsen wirklich erlernen in der Fahrschule.. aber das wird man in 14 Tagen Schnellkurs kaum können, und bis es soweit kommt, fahren die Kisten eh schon alle autonom. Weil ich denke es wird niemals soweit kommen, das ein 18 jähriger sich 2 Wochen zu je 5-7 Stunden am Tag mit dem FS auseinandersetzen wird, wie es beim Bund die Regel ist, und selbst da geht es nicht um die Praxis, sndern meist nur um die Theorie 
  • Profilbild von n.N

    Re: ABS in der Kritik?

    Konkret gab der Artikel in Heft 20 in Motorrad den Anstoß zu diesem Thread, bzw. Leserbriefreaktionen darauf.

    Ich denke es ist sinnlos darüber zu spekulieren, ob eine glimpflich ausgegangene Notbremssituation mit oder ohne ABS im umgekehrten Fall mit oder ohne ABS anders ausgegangen wäre. Den umgekehrten Fall zu beweisen dürfte kaum möglich sein. Hauptsache gutgegangen! 

    Bzgl. Einstellmöglichkeiten, warum diese nicht nutzen oder sich wenigstens damit mal beschäftigen wenn die Hersteller das schon möglich machen?
  • Profilbild von Roadrunner72

    Re: ABS in der Kritik?

    Du hast schon recht. Wenn mein Motorrad diese Möglichkeiten bietet, sollte ich mich ganz klar damit beschäftigen (wenn's denn interessiert). Ich unterstelle mal, das das Experimentieren sich auf unterster Ebene befindet. Die wenigsten werden ihr Setup auf Renntrainings oder Fahrwerkskursen ermitteln, sondern nach einer ambitionierten Bremsprobe auf der Hausstrecke. Ob das Setup dann für die eigenen Fähigkeiten paßt oder eher toll am Bikertreff wirkt ist die nächste Frage...
  • Profilbild von n.N

    Re: ABS in der Kritik?

    Wobei ich denke, dass die meisten damit überfordert sind, ähnlich wie beim Fahrwerk Setup. Um wirkliche Unterschiede zu spüren, muss man doch in den Regelbereich reinbremsen, oder? Fast alle Kollegen die ein ABS an Bord haben waren da aber noch nie drin.
  • Profilbild von Roadrunner72

    Re: ABS in der Kritik?

    GixxerUwe-reloaded hat geschrieben

    Fast alle Kollegen die ein ABS an Bord haben waren da aber noch nie drin.

    Das ist der Grund, warum ich Sicherheitstrainings für sinnvoll erachte. Dort hast du die Chance, dich mit deinem Mopped zu beschäftigen und Erfahrungen in Grenzsituationen zu machen. Wer das ABS mal gespürt hat erschreckt nicht mehr, wenn es tatsächlich mal einsetzt.

    Dort auf diesem Terrain hast du dann auch prima Möglichkeiten, die verschiedenen Setups (hier war ja von ABS-Stufen die Rede) auszuprobieren und die Unterschiede zu erfahren.
  • Profilbild von Manegarm

    Re: ABS in der Kritik?

    bashelana hat geschrieben



    Bzgl. Einstellmöglichkeiten, warum diese nicht nutzen oder sich wenigstens damit mal beschäftigen wenn die Hersteller das schon möglich machen?



    Mein eines Motorrad mit ABS bietet mir schlicht nur die Möglichkeit ABS ein oder aus. Meine beiden anderen Motorräder haben überhaupt kein ABS.
  • Profilbild von Alptourer

    Re: ABS in der Kritik?

    Habe auch noch nie ein Moped mit ABS besessen. 

    Was ich überhaupt nicht in meinen Kopf bekomme, ist mit ABS in der Kurve. Da verstehe ich die "Kräfteverteilung" nicht. Man soll dann in der Kurve mit dem Vorderrad gefahrlos bremsen können?

    Aber da ich sowieso keine Kurven fahre...

    ABS System von Bosch...
  • Profilbild von mhirsch

    Re: ABS in der Kritik?

    Das ABS ein großer Gewinn an Sicherheit ist, steht außer Frage. In den Anfangstagen der Technik konnte ein Profi besser und schneller anhalten als das ABS, heutzutage ist das kein Thema mehr. Sowohl Bremsen als auch Reifen sind viel besser als noch vor 20 Jahren, dementsprechend kommt das Heck hoch, auch Stoppie genannt.

    Moderne ABS-Systeme erkennen dies und steuern entgegen, die Bremsleistung ist dabei noch immer deutlich höher als in Zeiten ohne Blockierverhinderer.

    Das Problem ist letztendlich immer noch der Fahrer. Häufig wird gerade bei Vollbremsung eben nicht voll gebremst und die Bremse zu früh gelöst. Das andere Extrem sind verkappte Sportler die meinen für die Straße alles auf supersportlich einstellen zu müssen, was Schlupf für Drifts zulassen soll und das Heck auch nicht unten hält. Ist für sehr geübte Fahrer gedacht, was in der Regel die allerwenigsten sind.  
  • Profilbild von mhirsch

    Re: ABS in der Kritik?

    Alptourer hat geschrieben

    Habe auch noch nie ein Moped mit ABS besessen. 

    Was ich überhaupt nicht in meinen Kopf bekomme, ist mit ABS in der Kurve. Da verstehe ich die "Kräfteverteilung" nicht. Man soll dann in der Kurve mit dem Vorderrad gefahrlos bremsen können?

    Aber da ich sowieso keine Kurven fahre...

    ABS System von Bosch...

    Dies funktioniert weil der komplette Fahrzustand des Motorrads überwacht wird. Die Elektronik misst sowohl Schräglage, Fahrtrichtung, Raddrehzahl, Beschleunigung (und Verzögerung), Stellung Gasgriff und was nicht noch alles. Entsprechend erkennt das System die Fahrsituation und "verteilt" die Bremskraft, d.h. es lässt soviel Bremskraft zu wie das Fahrzeug in Schräglage vertragen kann, was eben weniger ist als bei aufrechter Fahrt.

    Allerdings funktioniert auch ein normales ABS bis in bestimmte Schräglagen, ich meine ca. 35 Grad. Auch hier gilt: der Fahrer zieht am Hebel. In tiefer Schräglage eine Vollbremsung einleiten ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache.
  • Profilbild von n.N

    Re: ABS in der Kritik?

    Kritikpunkt wären doch eher die ABS Systeme der ersten Generation .Da regelten die  ABS Systeme nur halb so viele Vorgänge ab , wie das heute der Fall ist.Meine gelesen zuhaben, das die Neuen bis zu 15 Regelvorgänge innerhalb einer Bremsung vollbringen.

    In der  Kritik stehen doch wohl eher  verbindlichen ABS Pflicht für alle Motorräder ab 2017 . Weiterer Kritikpunkt  finde ich persönlich, das neue Kurven-ABS , welches einige Hersteller BMW , Ducati und KTM anbieten.... Hatte nun das Vergnügen einige  Mopedfahrer kennen zulernen, die sich in diesem Jahr eine neue BMW und Ducati  zugelegt haben und sich scheuen es benutzen Liegt daran , das im Allgemeinen in Schräglage zu bremsen für viele ein heikles Thema ist und es keiner so gerne im öffentlichen Straßenverkehr so einfach mal eben ausprobieren möchte ....Deshalb bleibt es bei vielen eben aus.Der ADAC schult mittlerweile sein Coaches diesbezüglich neu auf .Vermutlich gibt´s im kommenden Jahr spezielle Trainings dafür

    Man bedenke bitte immer, das Bremsen egal ob auf gerader Strecke oder eben in Schräglage sich immer um ein Gefühl handelt und nicht um eine Tätigkeit.Der Fahrer sollte sich mit seinem Bremen und speziell mit dem Bremspunkt seines Mopeds vertraut machen.......das typische Reinlangen in die Bremse, ist auch bei ABS gefährlich und sollte gemieden werden. 

    Dieses Reinlangen, welches begünstigt wird ,wenn man sich in Schrecksekunde befindet, kann geübt werden durch tägliches Anbremsen  und natürlich durch mentales Training.Welches ich bevorzuge, um diesen reflexartigen Griff an der Bremse innerhalb der Schrecksekunde zu vermeiden.

  • Profilbild von n.N

    Re: ABS in der Kritik?

    Danke Matthias für die Erklärungen. Diesen Satz möchte ich aufgreifen.

    "Ist für sehr geübte Fahrer gedacht.... "

    Das sind Argumente im Sinne der Erfindung aber imo nicht haltbar. Was erzählst Du einem Motorradfahrer der kein Motorrad mit ABS besitzt? Ist das jetzt pauschal ein geübter Fahrer? Ich fahre die Einstellungen halt weil sie meinem Fahrstil entgegen kommen. Ich habe mir über viele Jahre angewöhnt die hintere Bremse zum Stabilisieren bei Bedarf mit einzusetzen. Deswegen verzichte ich auf die defensivste ABS-Einstellung mit Integralfunktion. An diese Einstellung ist eben auch die Abhebeerkennung mit gekoppelt womit ich diese dann halt auch nicht nutze. Mal eine Frage an die Integralbremser so wie Alpi. Benutzt ihr überhaupt den Fußbremshebel noch mit?

    @Versys

    " ...neue BMW und Ducati zugelegt haben und sich scheuen es benutzen"

    Was ist das denn bitte für eine Aussage? Wie scheut man sich denn davor es zu "benutzen"?

    Ich bin von einer 2010er MTS ohne Kurven-ABS auf die 2015er mit Kurven-ABS umgestiegen. That's it! Ich stelle keinen Unterschied fest. Mein Fahrstil hat sich deswegen nicht geändert. Die Erde ist noch immer rund Dem ABS bei der 2010er habe ich nach einiger Eingewöhnung bei unterschiedlichen Fahrbahnzuständen oder Nässe vertraut. Das tue ich im gleichen Maß bei der 2015er. Die 2010er welche ich 2012 bekam war übrigens mein erstes ABS-Motorrad. Davor ging es mir wie Alpi.
  • Profilbild von Alptourer

    Re: ABS in der Kritik?

    bashelana hat geschrieben

    Mal eine Frage an die Integralbremser so wie Alpi. Benutzt ihr überhaupt den Fußbremshebel noch mit?



    Oh ja, und wie...! Ich habe es so gelernt.                                                                     Eigentlich immer, wenn hier passend das Thema "Bremsen" aufgetaucht ist, habe ich keinen Hehl daraus gemacht, dass ich dieses "Dual-System" nicht gelungen finde. Der wichtige Punkt ist, zu lernen, dass die vordere Bremse (mit einer Scheibe) immer mitbremst. Und das auch leider in unerwünschten Situationen, wie z.B. in einer Kurve bei sehr rasanter Fahrt. Bin ich gezwungen, innerhalb einer Kurve korrigieren zu müssen und betätige nur die Rücktritt-Bremse, so sollte ich wissen, um wie viel die vordere Bremse mitgenommen wird, denn innerhalb der Kurve eine Vorderrad-Bremsung bewirkt das "Aufrecht stellen" des Motorrades, was die Kurvenlinie verändert und extrem gefährlich ist.

    In den Alpen kann ich mit diesem Bremssystem nur "rasen", wenn ich genauestens die Wirkung des Systems erlernt habe.

    Etwas heikel ist die Wendung abwärts.

    Tut mir leid, wenn es etwas kompliziert klingt, aber ich kann es nicht besser ausdrücken



    Ich bin da nicht auf dem Laufenden, HONDA baut nicht mehr die Dual-System Bremse, oder...? Wenn nein, warum denn nicht...?
  • Profilbild von Roadrunner72

    Re: ABS in der Kritik?

    bashelana hat geschrieben

    Danke Matthias für die Erklärungen. Diesen Satz möchte ich aufgreifen.

    "Ist für sehr geübte Fahrer gedacht.... "

    Das sind Argumente im Sinne der Erfindung aber imo nicht haltbar. Was erzählst Du einem Motorradfahrer der kein Motorrad mit ABS besitzt? Ist das jetzt pauschal ein geübter Fahrer?

    Ich denke, diese Aussage von Matthias bezog sich auf die supersportliche Einstellung solcher ABS-Systeme, die aber nur eingestellt werden, weils "cool" ist (und nicht weil sie damit tatsächlich umgehen können).

    Zum Thema Integral-ABS. Ich denke, BMW geht hier den richtigen Weg. Vorne bremst alle Räder, Hinten nur das hintere Rad. Ob Honda von der "hinten-bremst-eine-Scheibe-vorn"-Strategie weg ist, weiß ich gar nicht.
  • Profilbild von mhirsch

    Re: ABS in der Kritik?

    bashelana hat geschrieben

    Danke Matthias für die Erklärungen. Diesen Satz möchte ich aufgreifen.

    "Ist für sehr geübte Fahrer gedacht.... "

    Das sind Argumente im Sinne der Erfindung aber imo nicht haltbar. Was erzählst Du einem Motorradfahrer der kein Motorrad mit ABS besitzt? Ist das jetzt pauschal ein geübter Fahrer?  

    War so nicht gemeint. Moderne Systeme lassen Spielraum, sprich Schlupf oder auch Blockieren bis zu einem gewissen Maß zu. Wieso? Weil man damit schneller unterwegs ist, wenn man es denn beherrscht. Wenn nicht, sorgt es im Extremfall für Schrecksekunden (oder auch mehr) wenn die Fuhre doch quer steht, leicht rutscht, die Nase hebt oder der Arsch hoch kommt. Daher: für geübte Fahrer, also solche die damit umgehen können. Hat mit jemandem der kein ABS hat nix zu tun, ob geübt oder nicht.

    Die modernen Systeme gehen über die reine Blockierverhinderung hinaus, bieten Spielraum. Ob der einzelne Motorradfahrer damit immer richtig umgehen kann, bezweifle ich sehr stark. Darauf bezog sich der von dir aufgegriffene Satz. 

    Wie gesagt: entscheidend ist der oder die welche/r drauf sitzt. Sämtliche System können nur unterstützen und dies führt zu mehr Sicherheit.
  • Profilbild von n.N

    Re: ABS in der Kritik?

    bashelana hat geschrieben

    Danke Matthias für die Erklärungen. Diesen Satz möchte ich aufgreifen.

    "Ist für sehr geübte Fahrer gedacht.... "

    Das sind Argumente im Sinne der Erfindung aber imo nicht haltbar. Was erzählst Du einem Motorradfahrer der kein Motorrad mit ABS besitzt? Ist das jetzt pauschal ein geübter Fahrer?  

    mhirsch hat geschrieben

    War so nicht gemeint. Moderne Systeme lassen Spielraum, sprich Schlupf oder auch Blockieren bis zu einem gewissen Maß zu. Wieso? Weil man damit schneller unterwegs ist, wenn man es denn beherrscht. Wenn nicht, sorgt es im Extremfall für Schrecksekunden (oder auch mehr) wenn die Fuhre doch quer steht, leicht rutscht, die Nase hebt oder der Arsch hoch kommt. Daher: für geübte Fahrer, also solche die damit umgehen können. Hat mit jemandem der kein ABS hat nix zu tun, ob geübt oder nicht.

    Die modernen Systeme gehen über die reine Blockierverhinderung hinaus, bieten Spielraum. Ob der einzelne Motorradfahrer damit immer richtig umgehen kann, bezweifle ich sehr stark. Darauf bezog sich der von dir aufgegriffene Satz. 

    Wie gesagt: entscheidend ist der oder die welche/r drauf sitzt. Sämtliche System können nur unterstützen und dies führt zu mehr Sicherheit.

    Ja Matthias,

    wenn ich diese Diskussionen lese muss ich mich fragen, was hatten eigentlich wir? Nix, keine

    Scheibenbremsen, kein ABS keine ASR und keine kleine Helferlein bei jedem Licht und jedem Wetter, der Motor wurde noch über Kickstarter zum laufen gebracht.

    Ja in den 50ziger Jahren da war der Biker noch Fahrer, nicht Untertan der Elektronik.

    LG    Hiasl

  • Profilbild von Roadrunner72

    Re: ABS in der Kritik?

    Hiasl, für die Tretroller der 50er war so ein Schnickschnack auch nicht erforderlich. Ne Katze hältst du dir auch mit nem Schaschlikspieß vom Leib, versuch das mal mit nem Löwen...
  • Profilbild von Alptourer

    Re: ABS in der Kritik?

    Die 750er Four mit der ungelochten Einscheiben-Bremse war eine Katastrophe...

    Bei Wasser richtig gefährlich.
  • Profilbild von n.N

    Re: ABS in der Kritik?

    Roadrunner72 hat geschrieben

    Hiasl, für die Tretroller der 50er war so ein Schnickschnack auch nicht erforderlich. Ne Katze hältst du dir auch mit nem Schaschlikspieß vom Leib, versuch das mal mit nem Löwen...

    Ja Roady,

    von den 50ziger Jahren hast Du keine Ahnung sonst würdest Du nicht von Rollern schreiben,

    es gab schon damals "Motorräder" die 175zig liefen, aber da bist Du noch

    mit den Mücken geflogen.

    LG    Hiasl

  • Profilbild von Coyote

    Re: ABS in der Kritik?

    Alptourer hat geschrieben

    Die 750er Four mit der ungelochten Einscheiben-Bremse war eine Katastrophe...

    Bei Wasser richtig gefährlich.



    Die XS 650 hatte Anfang der 80er zwei ungelochten Scheiben. Damit hatte ich auch meine Aha Erlebnisse bei Regen.

    Die Diskussion über ABS finde ich etwas merkwürdig. Es erlaubt, die volle Bremsleistung zu nutzen. Man könnte sich bei gutem Grip auch ohne überschlagen. 

    Da ist eben der Regelkreis Mensch/Maschine gefragt

    Demnächst beschwert sich noch jemand wenn er per ABS sicher zum Stillstand gekommen ist, dann aber umkippt weil der Ständer nicht ausgeklappt wurde.