Tödlicher Motorradunfall

Tödlicher Motorradunfall


Verdacht eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr

Ein 37-jähriger Motorradfahrer aus einer Gemeinde im südlichen Landkreis Unterallgäu ist bei einem Verkehrsunfall am späten Sonntagnachmittag auf der Staatsstraße zwischen Markt Rettenbach und Ottobeuren getötet worden.

Beamte der Polizeiinspektion Memmingen, welche nach Eingang der Unfallmeldung kurze Zeit später an der Unfallörtlichkeit eingetroffen waren, versuchten erfolglos, den 37-jährigen verheirateten Familienvater wiederzubeleben. Der Mann verstarb aufgrund der Schwere seiner erlittenen Verletzungen noch an der Unfallstelle.

Die Unfallstelle auf der Staatsstraße 2013 liegt im Bereich einer Rechtskurve. Im Rahmen der Unfallaufnahme konnte festgestellt werden, dass der Motorradfahrer aufgrund einer Öllache auf der Fahrbahn die Kontrolle über sein Krad verloren haben dürfte. An der Unfallstelle konnten insgesamt zwei solcher Öllachen, eine vor und eine nach der Kurve, festgestellt werden. In diesen beiden Bereichen wurden zudem Reste von Glasscherben aufgefunden. Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Gutachter hinzugezogen.

Um 17.45 Uhr, 45 Minuten nach dem Unfall, meldete sich ein aufmerksamer Zeuge bei der Polizei und teilte mehrere, mit Öl verschmutzte Fahrbahnabschnitte im Gemeindebereich von Markt Rettenbach mit.

Beamte der Polizeiinspektion und der Autobahnpolizeistation Memmingen sowie der Polizeiinspektion Mindelheim suchten daraufhin mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers den Bereich des südlichen Landkreises Unterallgäu nach weiteren entsprechenden Fahrbahnverunreinigungen ab.

Zum jetzigen Zeitpunkt konnten an insgesamt zehn Stellen identische Öllachen und Reste von Glasscherben aufgefunden werden. Folgende Streckenabschnitte waren betroffen:

- die B 18 (alt) zwischen Erkheim und Oberkammlach
- die St 2011 zwischen Frechenrieden und Attenhausen
- die Ortsverbindungsstraße zwischen Frechenrieden und Krautenberg
- die St 2013 Markt Rettenbach – Ottobeuren

Die Verunreinigungen wurden sowohl auf gerader Strecke als auch in Kurvenbereichen festgestellt. Zum Teil handelte es sich um Streckenabschnitte in einem Waldgebiet, zum Teil auf frei einsehbarer Fläche.

An allen zehn Örtlichkeiten konnten Reste von Glasflaschen sichergestellt werden. Die Gegenstände werden zur Zeit auf mögliche Spuren untersucht. Bei der Verschmutzung der Fahrbahn handelt es sich um eine bisher nicht bekannte ölige- bzw. ölhaltige Flüssigkeit.

Da eine vorsätzliche Tat nicht ausgeschlossen werden kann, wurde eine rund zehn Mann starke Ermittlungsgruppe mit Vertretern von Verkehrs- und Kriminaldienststellen sowie Unfallfluchtfahndern eingerichtet.

Die Ermittlungsgruppe bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
Wer hat in diesem Zusammenhang im relevanten Zeitraum auf diesen Streckenabschnitten verdächtige Beobachtungen gemacht?

Die bei der Polizei Memmingen eingerichtete Arbeitsgruppe ist unter der Tel. 08331 / 1000 zu erreichen.
(PP Schwaben Süd/West)