Lorenzo's Land

Lorenzo's Land


Der schnelle Spanier erobert die USA

Weil Rossi und Pedrosa in Indianapolis zu Boden gehen, kann der Mallorquiner Jorge Lorenzo den Motorsporttempel der USA erobern."Captain America" hat nun nur noch 25 Punkte Rückstand auf "Il Dottore". Die WM ist wieder offen.

Es ist nicht wie im Fußball. Wenn dort die Favoriten stürzen, war meist der schlechte Platz Schuld. In der MotoGP schieben allerdings weder Pedrosa, noch Rossi die Verantwortung für ihre Stürze auf den miserablen Asphalt in Americas Motorsporttempel. Das Oval von Indianapolis, "the Brickyard" genannt, besteht zwar nicht mehr zur Gänze aus Backsteinen, aber viel besser scheint der Bodenbelag trotzdem nicht zu sein. Risse, wechselnde Aspahltsorten und jede Menge Dreck machen das Motorradrennfahren dort nicht leichter. Kein Wunder, denn die Amerikaner lassen dort hauptsächlich ihre Stockcars fahren und die haben nun mal vier riesige Räder mit reichlich Grip bietendem Gummi. Trotzdem keine Entschuldigung. Denn alle fahren schließlich auf dem gleichen Geläuf und so geht der Sieg von Jorge Lorenzo absolut in Ordnung. Der Spanier konnte diesmal den Spieß umdrehen und diktierte die Pace, der Valentino Rossi in der neunten Runde zum Opfer fiel. Eine Kurve vorher bremste der Italiener den Bruchteil einer Sekunde zu spät, kam von der Ideallinie ab, musste durch den Dreck, erwischte zudem eine tiefe Rille im Asphalt, versuchte die bockende Yamaha für die nächste Rechts umzulegen und verlor beim heftigen Anbremsen das Vorderrad. Hernach war der Weg frei für Lorenzo, denn der zu Beginn groß auftrumpfende Dani Pedrosa war schon 5 Runden zuvor in Führung liegend ebenfalls über das Vorderrad rutschend gestürzt. Alex de Angelis und Lokalmatador Niki Hayden komplettierten das Podium.