Motorradversicherungen

Motorradversicherungen


Wissenswertes

Alle Motorradfahrer haben sie, aber nicht jeder weiß um die im Schadens- oder Versicherungsfall relevanten Unterschiede und Besonderheiten einer Motorradversicherung. Genau wie bei den Autos sind alle Motorräder versicherungspflichtig. Als Motorrad bezeichnet man Krafträder, die mehr als 125 Kubikzentimeter Hubraum oder eine Motorleistung von mehr als 11 kW bei mindestens 50 ccm Hubraum haben.

Verschiedene Arten der Motorradversicherung

Sollten diese Vorrausetzungen vorliegen, ist das Abschließen mindestens einer Haftpflichtversicherung zwingend. Wer seine Versicherung im nächsten Jahr wechseln möchte, der sollte seine bisherige Assekuranz bis spätestens Ende November kündigen. Es gibt viele Kunden, die den über die Haftplicht abgedeckten Fremdschaden hinaus aber auch ihr eigenes Motorrad vor allen möglichen Eventualitäten schützen möchten.

Zur Auswahl stehen hierbei die Teil- und Vollkaskoversicherung. Diese sichern neben dem bei eigenem Verschulden verursachten Fremdschaden zusätzlich Schäden am eigenen Motorrad ab. Dabei zahlt die Teilkasko Schäden durch Diebstahl, Glasbruch, Überschwemmung, Sturm und Blitzschlag als auch für den Zusammenprall mit Wild oder für Schäden durch Brand oder Explosionen. Wer auf ein Komplettpaket besteht, der bekommt zusätzlich mit der Vollkaskoversicherung einen Schutz vor Vandalismusschäden oder Schäden aus eigenem Verschulden. Dieser Rundumschutz hat oft ihren Preis, wird aber beispielsweise von vielen Leasinggebern vorausgesetzt.

Bei der Berechnung der eigenen Motorradpolice spielen unterschiedliche Aspekte eine Rolle. Es wird beispielsweise zwischen Beamten und „Normalbürgern“ unterschieden. Für eine Beurteilung der Einstufung in die unterschiedlichen KFZ Versicherungsklassen ist weiter relevant, wie alt man ist und wann man den Führerschein erworben hat. Außerdem fährt günstiger, wer schon ein Auto besitzt und dies, auch bei einer fremden Assekuranz, versichert hat.

Unterschiede zur Autoversicherung

Wer sich bei Staus oder stockendem Verkehr gerne zwischen den Autos durchschlängelt, muss in Bezug auf den Versicherungsschutz beachten, dass dieses Verhalten von der Rechtsprechung als unzulässiges Rechtsüberholen beurteilt wird. Das bedeutet, dass dem Motorradfahrer auch bei einem nicht mitverschuldeten Unfall in einer solchen Situation ein Mitverschulden zugerechnet wird, was eine Teilregulierung des fremden Schadens durch die eigene Versicherung bedeutet.

Kommt es zu einem Unfall, bei dem der Motorradfahrer ohne eigenes Verschulden zu Schaden kommt und sich aufgrund eines Anderen Verletzungen zuzieht, kann von dessen Assekuranz nur ein vermindertes Schmerzensgeld verlangt werden. Dieses fällt deutlich geringer aus, da die Rechtsprechung davon ausgeht, dass der Fahrer um die erheblich höhere Verletzungsgefahr ohne passende Schutzkleidung weiß und dieses Risiko billigend in Kauf nimmt und somit durch eigenverantwortliches, vorbeugendes Verhalten die entstandenen Verletzungen zum Teil hätte verhindern können.

Winterreifenpflicht auch für Motorräder

Zu beachten gilt in der beginnenden Winterzeit die seit letztem Jahr geltende Winterreifenpflicht für Motorräder. Wer sich bei Schnee, Eis und Glätte mit dem Zweirad auf die Straße traut, der muss passende Winterreifen aufziehen. Das kommt einem faktischen Fahrverbot für viele, gerade schwere, Maschinen gleich, da es für sie oft keine passende Winterbereifung gibt. Wer sich dennoch auf die Straße traut, muss mit einem Bußgeld von 40 Euro sowie einem Punkt in Flensburg rechnen. Und auch die Versicherung haftet bei einem potenziellen Unfall nicht in vollem Umfang. Sogar wenn überhaupt kein Eigenverschulden vorliegt, kann die gegnerische Versicherung in einer solchen Situation rechtens Geld verlangen.