Vorstellung X-Lite X-702

Vorstellung X-Lite X-702


Neuer Sport-Touringhelm aus Bella Italia

Nichts ist schützenswerter als das eigene Köpfchen. Ist aber gar nicht so einfach. Der Helm muss nicht nur passen, er sollte auch eine entsprechende Ausstattung haben und ganz wichtig: auch gefallen. Die Auswahl an Helmen ist riesengroß, die preisliche Vielfalt ebenfalls. Wobei dies keine Rolle spielen sollte. Wer hier spart, tut dies am falschen Ende. Brandneuer Bewerber um die Gunst der Helmkäufer ist der X-702 von X-Lite. Bikerszene hatte die Gelegenheit den X-702 ausführlich Probe zu fahren.

Laut X-Lite ist der X-702 ein echter Allround-Integralhelm der Oberklasse – sowohl für sportliche Motorradfahrer wie auch für Tourenfans. Zitat Ende. Um sämtliche Helmgrößen optimal zu bedienen, wird der X-Lite in 4 Schalengrößen hergestellt. Die Außenschale besteht aus Composite Fibre genanntem Duroplast. Der X-702 ist in den Größen XS bis XXXL erhältlich. Preislich geht es bei 399,50 Euro los, für Dekorvarianten sind bis zu 469,50 Euro erhältlich. Ein Novum bei X-Lite-Integralhelmen ist das innenliegende Sonnenvisier. Spart bei starker Sonne besagte Brille und lässt sich bei wechselnden Lichtverhältnissen einfach betätigen. Wer sich gerne vernetzt, kann dies optional über das hauseigene N-Com tun, der X-702 ist bereits entsprechend vorbereitet. Insgesamt 6 Belüftungsöffnungen an der Helmfront sollen für ein gutes Innenklima sorgen. Alleine 4 Öffnungen am Kinnteil übernehmen die Luftzufuhr in Kinn- und Mundbereich des Fahrers sowie auf das Visier. Um den oberen Kopfbereich kümmern sich 2 Einlässe. Einer für die Stirn, der andere für die Schädeldecke. Wo Luft reinkommt, sollte auch welche entweichen können. Dies übernehmen 2 Öffnungen auf der oberen Rückseite des Helmes.


Im Praxistest überzeugte der X-Lite. Wir hatten die Gelegenheit den Helm auf mehreren Motorrädern zu testen. Wir taten dies auf einer BMW K1300S, einer R1200GS Adventure, einer R1200R und einer R1200RT. Harter Testalltag eben. Der Helm passte sehr gut auf den Kopf des Testers, wobei dies natürlich eine sehr individuelle Wahrnehmung ist. Der X-702 sitzt angenehm fest und hat keinerlei Druckstellen. Der Sichtbereich ist gut, die tatsächlich gut funktionierende Belüftung sowie das Pinlock-Innenvisier verhindern das Beschlagen des Visiers sehr wirksam. Dies werden auch Brillenträger gerne hören. Denn was nutzt einem das beste Pinlock, wenn die Brille beschlägt. Hier hilft die wirksame Belüftung. Da sich die Brille auch einfach in den Helm einfädeln lässt und bei der Fahrt gut sitzt, ist der X-702 eine echte Empfehlung für Brillenträger. Ein wirklicher Fortschritt ist die integrierte Sonnenblende. Bei vielen Konkurrenzmarken schon länger Standard, zieht X-Lite bei den Integralhelmen jetzt endlich nach. Die Betätigung seitlich am Helm funktioniert einfach und zuverlässig. Das Sonnenvisier liegt gut im Sichtfeld und hält ausreichend Abstand von der Fahrernase.  Die Visierbetätigung ist mittig angebracht. Vorteil: die Bedienkräfte sind gering. Nachteil: ab und an schließt man bei dem Öffnen des Visiers die Druckschalter für die Belüftung.  Unterwegs überzeugt der X-702 vor allem mit seiner gelungenen Aerodynamik. Er liegt auch bei hoher Geschwindigkeit stabil und ruhig im Wind. Drehen des Kopfes oder starker Seitenwind ändern daran nichts. Dabei ist es egal ob man auf einem Naked Bike oder einem Supertourer sitzt. Dementsprechend gut ist es auch um die Akustik bestellt. Als flüsterleise geht der X-Lite zwar nicht durch, aber längere Strecken mit schnellen Etappen sind kein Problem und ohne Gehörschaden zu überstehen.


Fahrzit
Den Tester hat der X-702 von X-Lite überzeugt. Gute Passform, sehr gute Brilleneignung, die gute Aerodynamik und die angenehme Akustik sprechen für den Helm. Das Sonnenvisier erhöht die Reisetauglichkeit. Bei den unterschiedlichen Designs findet sicher jeder die passende Schale. Unser Favorit ist die Ausführung X-702 Hawk black.


Text: Matthias Hirsch
Bilder: Matthias Hirsch, Hersteller, Racepixx