Kawasaki auf der Intermot 2012

Kawasaki auf der Intermot 2012


Nachlese Intermot

Kawasaki präsentiert für die kommende Saison 3 wirklich leckere Neuheiten. Ninja 300, ZX-6R und vor allem die Z800 machen wirklich Appetit auf mehr. So war der Kawasaki-Stand auf der Intermot quasi in ständigem Belagerungszustand. Der tiefschwarze Stand ist optisch ein echter Hingucker und ein starker Kontrast zu den Auftritten der anderen Hersteller.

Die Ninja 300 setzt sich mit einem Schwung von der Konkurrenz ab. Mehr Hubraum, mehr Leistung, jetzt mit ABS und schon ist die kleine Ninja wieder ihr eigenes Segment. Die Z800 ersetzt beide 750er. Die verkauften sich bisher in 2012 exakt 1.387-mal, was einen Platz in der Top10 bedeutet. Die 800er hat durchaus Potential für mehr. Es kann mit Kawasaki in 2013 also ähnlich positiv weiter gehen wie in diesem Jahr.

Zumal auch der Rest der Modellpalette passt. Mit der ZX-6R 636 ABS bringt Kawasaki das komplette Sicherheitspaket in die Supersportler-Mittelklasse. Das Segment schwächelt zwar stark, die 6er hat dennoch Chancen sich einen Anteil am Kuchen zu holen. 

Beim Thema Chopper/Cruiser hält Kawasaki die Fahne ebenfalls hoch. Kein anderer Hersteller aus Fernost ist in diesem Bereich so gut bestückt wie die Grünen. Vom nackten Cruiser bis hin zum Fulldresser ist alles dabei.

Ansonsten hat Kawasaki ja mit Z1000/SX, ZZR1400 und 1400GTR weitere heiße Hobel im Programm die sich treuer Kundschaft erfreuen.

Lediglich im Bereich Reiseenduros sieht es nicht wirklich gut aus. Versys 1000 und Versys 650 sind zwar prima Motorräder, sprechen aber eine Designsprache die kaum jemand versteht. Sprich: die Dinger gefallen einfach nicht. Zwar konnte die 1000er Versys in allen Tests überzeugen, beim Endkunden kam sie dennoch nicht an. Also Kawasaki: dringend das Design gefälliger machen, dann geht auch hier was.

Ob in Mailand noch was kommt? Wohl eher nicht, falls doch: lassen wir uns überraschen.

Text & Bilder: Matthias Hirsch