BMW F 800 GT

BMW F 800 GT


Aus ST mach GT

So erfolgreich die BMW F 800 R ist, so ein Schattendasein führt die ältere Schwester F 800 ST. Also nahmen sich die BMW-ler die 800er vor und überarbeiteten diese kräftig. Das Ergebnis: die F 800 GT. BMW präsentierte den neuen Mittelklasse-Tourer auf der EICMA in Mailand. Aus der ST wurde also die GT. Gab’s schon mal? Ja. Bei den Kollegen von Triumph. Da wurde aus der Sprint ST die Sprint GT. Soll mal einer sagen nur die Engländer kupfern ab.

Doch sind Namen nicht Schall und Rauch? Schließlich will die GT mit ihren Qualitäten überzeugen. Und die liegen im Vergleich zur erfolgreichen nackten Schwester eindeutig im Tourenbereich. Mit Hilfe einer besseren Ergonomie, neuer Vollverkleidung mit noch besserem Wind- und Wetterschutz und nicht zuletzt mit ein wenig mehr Leistung will die GT ihre Kunden gewinnen. Der Hersteller spricht von einer echten „Gran Tourismo“, aus unserer Sicht dann doch eher „Medium Tourismo“. Womit wir wieder bei Schall und Rauch wären.

Kommen wir zu den Fakten. Der Reihen-Twin leistet nun satte 90 PS bei 8.000 Umdrehungen und hat damit 5 Pferde zur Herde dazu gewonnen. Das Drehmoment von 86 NM steht schon bei 5.800 U/Min an. Bekanntermaßen steht der BMW-Twin ohnehin gut im Futter, über mangelnde Leistung dürften daher keine Klagen kommen. ABS ist jetzt (wie bei allen BMW-Modellen) serienmäßig, automatische Stabilitätskontrolle ASC und das elektronische Fahrwerk ESA gibt es ebenso optional wie ein maßgeschneidertes Gepäcksystem. 

Für mehr Komfort gerade auf langen Strecken wurde die Fahrerergonomie überarbeitet. Neu positionierte Fußrasten und ein höherer Lenker sollen für eine dauerhaft entspannte Sitzposition sorgen. Die maximale Zuladung von 207 kg unterstreicht nochmals die Tourentauglichkeit. Ob die F 800 GT in Sachen Handling mit der wieselflinken R-Variante mithalten kann, werden wir im Test noch klären. Angaben zu Preisen für die F 800 GT gibt BMW zu einem späteren Zeitpunkt bekannt.

Text: Matthias Hirsch

Bilder: BMW