Vorstellung BMW R1200GS Adventure

Vorstellung BMW R1200GS Adventure


Wüstenschiff für jedermann, next step!

BMW präsentiert wie erwartet die nächste Stufe der aktuellen GS – die R1200GS Adventure. Genau das richtige Motorrad für Tankmuffel. Denn wer auf große Reichweite steht, wird wohl kaum ein geeigneteres Motorrad als die Adventure finden. So ganz nebenbei taugt sie natürlich noch für allerlei Fernreise-Träume und Wüstendurchquerungen. Wobei bei aller Tauglichkeit dazu wohl die wenigsten GS Adventure ihre Piloten je über solche Pisten tragen. Aber: sie könnte wenn sie dürfte!

Konzeptionell bleibt alles beim wie gehabt. Die R1200GS Adventure basiert auf der „normalen“ GS, ist jedoch konsequent auf Fernreisetauglichkeit getrimmt. Und da nicht jeder Flecken unseres Erdballs straßentechnisch so perfekt erschlossen ist wie Mitteleuropa, darf die Adventure denn auch das Enduro in Reiseenduro mehr ausleben. So hat sie 20 Millimeter längere Federwege mehr als die GS und 10 Millimeter mehr Bodenfreiheit als die alte Adventure. Für besseren Stand sorge breitere Enduro-Fußrasten, die Fußhebel sind einstellbar und verstärkt. Dazu kommen Motor- und Tankschutzbügel. Einem dünnen Tankstellennetz hält man am besten ein großes Spritfass entgegen. Im Falle der R1200GS Adventure fasst dieses stolze 30 Liter. Das Mehr an Motorrad schlägt sich natürlich im Fahrzeuggewicht nieder. Mit 90% Sprit gibt BMW 260 kg an. Immerhin 22 kg mehr als eine GS unter gleichen Bedingungen. Allerdings leichter als eine Honda Crosstourer oder eine Triumph Tiger Explorer XC.

In Punkto Sicherheit hat die Adventure ABS, die Traktionskontrolle ASC und zwei Fahrmodi an Bord. Dabei steht der Rain-Modus für schwierige Grip-Verhältnisse wie Regen oder schlüpfrigem Fahrbahnbelag und sorgt für sanfteres Ansprechverhalten seitens des Boxers. Im Road-Modus hat der Boxer dann die gewohnte Power und spricht deutlich direkter auf Gasbefehle an, Schlupf am Hinterrad wird wirkungsvoll unterbunden. Gegen Aufpreis sind im Paket „Fahrmodi-Pro“ sind 3 weitere Modi enthalten. Dynamic steht für sportliche Gangart auf der Straße und lässt auch leichten Schlupf für Drifts zu. Enduro steht für gemäßigten Einsatz im Gelände und sorgt für ein weicheres Ansprechverhalten des Motors, die Traktionskontrolle lässt mehr zu und ermöglicht bewusstes und kontrollierbares Ausbrechen des Hinterrades. Enduro-Pro steht für den Geländeeinsatz mit Stollenreifen. Der Motor spricht direkt an, das ABS regelt nur am Vorderrad.

Eine der sinnvollsten Option ist das semiaktive Fahrwerk ESA (Electronic Suspension Adjustment). Hier wird die Dämpfung vorne und hinten automatisch geregelt. Der Fahrer kann zwischen Komfort, Normal und Dynamic wählen, innerhalb dieser Parameter sorgt die Elektronik für optimalen Fahrbahnkontakt. Wer je eine BMW mit ESA bewegt hat, weiß wie gut dies funktioniert. Ansonsten hat BMW auch für die R1200GS Adventure eine Unmenge an Optionen. Vom Gepäcksystem über Navi, Tempomat, Heizgriffe bis hin zu LED-Scheinwerfern und Zubehörauspuff. Damit lässt sich der Grundpreis von 15.900 Euro nahezu beliebig in die Höhe treiben. Das wird die BMW-Adventure-Fans wahrscheinlich nicht weiter stören, zumal vieles davon (Stichwort: ESA) einen echten Mehrwert hat. Als Zeitpunkt für die Markteinführung gibt BMW den Februar 2014 an.

Text: Matthias Hirsch

Bilder: BMW