Ducati Monster 1200 - Vorstellung

Ducati Monster 1200 - Vorstellung


Die rote Göttin

21 Jahre ist es jetzt her. Ducati brachte die erste Monster auf den Markt und hat damit eine Ikone erschaffen. Für das Modelljahr 2014 macht besagte Ikone einen großen Schritt nach vorne. Umstellung auf Wasserkühlung, mehr Hubraum, mehr Leistung und mehr Drehmoment. So radikal der Fortschritt in Sachen Technik ist, so behutsam wurde das Design angepasst. Und das ist auch gut so.

Schon auf den ersten Blick ist klar. Das ist eine Ducati Monster. Und auch der zweite und dritte Hingucker erfreut das Auge. Hier und da modernisiert, aber unverkennbar eine Monster. Und die zieht uns ja schon seit Jahren in ihren Bann. Lässt kaum jemanden unberührt. War nie perfekt, wollte sie auch nie sein. War nie die Stärkste, hat auch keine Rolle gespielt. Aber eine schöne Stimme, die hatte sie schon immer. Und ihr Aussehen erst. Cut! Wir wollen uns ja mit der Zukunft beschäftigen.

Und die sieht rosig aus. Endlich hat der Testastretta-Motor seinen Weg zur Monster gefunden. Und die 1198 Kubik verpassen der Diva eine ordentliche Leistungskur: die Monster 1200 bringt es auf 135 Pferde und ein Drehmoment von 118 NM. Drehzahlorgien? Sind nicht zu befürchten. Die Spitzenleistung liegt bei 8.750, das Drehmoment bei 7.250 Umdrehungen an. Bei der Topversion Monster 1200S geht sogar noch mehr. 145 PS respektive 125 Newtonmeter dürften aus der Monster endgültig eine ducati-rote Kanonenkugel machen.

Um diese Power zu bändigen, wurde einiges an Aufwand betrieben. Der Radstand wurde um 60mm länger, der Lenker wurde 40mm höher gelegt und 40 mm näher zum Fahrer montiert. Der Fahrersitz verfügt jetzt über mehr Polsterung und ist höhenverstellbar. Nutzt man die optionale tiefe Sitzbank, ergibt sich eine erfreuliche (oder auch er-frau-liche) niedrige Sitzhöhe von 745mm. Die Kayaba Gabel und das Sachs Federbein sind sowohl in Federvorspannung sowie Zugstufendämpfung einstellbar. Am Heck ist (glücklicherweise) eine Aluminium-Einarmschwinge montiert.

In Sachen Sicherheit ist die Monster 1200 ebenfalls gut gerüstet. Gebremst wird mit einem 3-Stufen-ABS. Stufe 1 mit einem sportlich orientierten ABS-Eingriff ohne Lift-Up-Prävention, Stufe 2 mit Lift-Up-Prävention und Stufe 3 mit maximaler Bremsstabilität inkl. Stoppie-Verhinderung. Komplettiert wird das DSP (Ducati Safety Pack) mit der Traktionskontrolle DTC. Dieses bietet acht Empfindlichkeitsstufen, die unterschiedliche Wheelspin-Toleranzen zulassen. Mit den 3 Riding Modes Sport, Touring und Urban kann jeder Pilot seine aktuelle Befindlichkeit einstellen. Sport mit maximaler Leistung und sportlicher Gasannahme, Touring mit voller Leistung und weicherem Leistungseinsatz, Urban mit 100 PS und sehr weicher Gasannahme.

Wir freuen uns jedenfalls auf die neue Monster 1200, ob mit oder ohne S ist uns eigentlich egal. Obwohl: manchmal darf es schon ein wenig mehr sein.

Text: Matthias Hirsch

Bilder: Ducati