Yamaha MT-07 – Vorstellung

Yamaha MT-07 – Vorstellung


Neue Yamaha für die Einsteigerklasse

Es geht voran bei Yamaha. Nach Jahren in der Schockstarre legt Yamaha los und lässt die Stimmgabeln kräftig schwingen. Mit der MT-07 wird die so wichtige Einsteigerklasse ins Visier genommen. Auch die kleine MT wird seitens Yamaha der „Dark Side of Japan“ zugeordnet. Ist uns zu viel Marketing. Wir konzentrieren uns auf das Motorrad. Und das sieht mal echt vielversprechend aus.

Der Markt der Einsteiger ging in der Vergangenheit immer mehr an die Konkurrenz. Gegen die Musterschüler ER-6n und NC700 hatte Yamaha wenig entgegen zu setzen. Die XJ6 ist zwar ein tolles Motorrad, aber zu schwer und im Drehzahlkeller schlapp.  Die Lösung? Weniger Gewicht und mehr Power im Keller. So präsentiert Yamaha die MT-07 als neuestes Mitglied der noch jungen MT-Baureihe. Und wenn man die Eckdaten liest, haben die Kollegen ihre Hausaufgaben gemacht: 75 PS bei 9.000 und 68 NM bei 6.500 Umdrehungen. Gewicht fahrfertig: 182 kg inkl. ABS (179 kg ohne). All das gekleidet in den Roadster-Look der MT-09. Zum Vergleich: die XJ6 wiegt 28 Kilo mehr, das Drehmoment von 60 NM liegt erst bei 8.000 Umdrehungen an.

Als Antrieb fungiert ein neu entwickelter Zweizylinder-Reihenmotor mit 689 Kubik. Entwicklungsziel: spontanes Ansprechverhalten und gleichförmige Drehmomentkraft, von Yamaha „Crossplane Philosophie“ getauft. Aha! Übersetzt bedeutet dies: kräftiger Antritt bei niedrigen und mittleren Drehzahlen bei gleichzeitig gut nutzbarem, breiten Drehzahlband. Für eine kernige Charakteristik sorgt ein Hubzapfenversatz von 270 Grad. Spürbare Vibrationen sind durchaus erwünscht, damit es nicht nervig wird, sorgt eine Ausgleichswelle dafür dass es bei wohligem Kribbeln bleibt.

Fahrwerkseitig sorg ein Rückgrat-Rohrrahmen aus Stahl für die notwendige Stabilität. Die Sitzhöhe liegt bei 805 mm. Trotz des geringen Gewichts wird vorne mit einer Doppelscheibe mit 282mm Durchmesser gebremst. ABS ist optional erhältlich, hier hätte man sich an der Konkurrenz gerne was abschauen dürfen. Dort ist der Blockierverhinderer Serie. Die Instrumente sind komplett digital, das LCD-Cockpit ist lenkerfest montiert.

Die erste Sitzprobe auf der Messe passt. Die MT-07 bietet dem Fahrer ein gutes Plätzchen., ganz wie die große Schwester MT-09. Die Karten bei den Einsteigern dürften neu gemischt werden. Wir freuen uns schon auf die erste Fahrt und den anstehenden Vergleich.

Text: Matthias Hirsch

Bilder: Yamaha