Yamaha SR400 - Vorstellung

Yamaha SR400 - Vorstellung


Welcome Back!

Motorräder sind ja im Grunde genommen immer eine emotionale Angelegenheit. Als wir die SR400 allerdings in Mailand erblickt haben, stand für einen Moment unsere Welt still. Stand hier doch der Jugendtraum aus längst vergangenen Zeiten. Einfach so. Wir sagen bereits jetzt: vielen Dank Yamaha für diese Zeitreise.

Nüchtern betrachtet, wird die SR400 eher nicht das Motorrad der EICMA 2013. Aber wer will diese klassische Schönheit schon nüchtern betrachten. Denn dann fällt ja sofort auf dass die 399 Kubik gerade einmal für 23 PS reichen. Und das Drehmoment für knapp 28 NM. Die Ankündigung seitens Yamaha „sanfte, aber charakterstarke Drehmomentenfaltung“  dürfte eher Wunschdenken sein. Natürlich finden sich zeitgemäße Spuren an der SR400. So kommt sie weder um eine Einspritzanlage noch um einen Dreiwege-Kat herum. Dafür hat sie noch etwas was so mancher Motorradtreiber nur noch vom Hören/Sagen kennt: einen Kickstarter.

Und der passt herrlich zu dem wunderschönen luftgekühlten Eintopf. Dazu verchromte Schutzbleche vorne wie hinten, Drahtspeichenräder und der ebenfalls verchromte Auspuff. Die mattgraue Lackierung sieht ja schick und edel aus, aber in Schwarz mit den roten Zierstreifen kommt sie erst so richtig original daher. Wer will da denn nüchtern bleiben. Schon drehen sich die Gedanken des Autors. Wie die sich wohl im täglichen Einsatz fährt? So als moderner Pendel-Klassiker? Was die Frau wohl sagt? Und überhaupt im Wohnzimmer sähe die auch gut aus …

Wir freuen uns schon auf die anstehende Testfahrt. Und ein Vergleichsgefährt haben wir ebenfalls. Die SR500 von einem Kumpel und die Z400 von 1978 aus der heimischen Garage. Wir sicher eine der besten Testfahrten nächstes Jahr.

Text: Matthias Hirsch

Bilder Yamaha