Beleuchtung am Motorrad verbessern

Beleuchtung am Motorrad verbessern


Es werde Licht

Das Motorradfahren ist ein Sport, der Nervenkitzel heraufbeschwört. Gerade deswegen ist es wichtig, dass die Fahrer auf Sicherheit achten. Ihr Bike sollte deswegen immer nach den neuesten Standards ausgerüstet sein - oder noch verbessert werden, falls diese nicht ausreichen. Vor allem bei der Beleuchtung kann dies zum Teil der Fall sein. Immerhin ist es für Motorradfahrer besonders wichtig, nachts genug zu sehen, damit sie auch auf unbekannten Straßen sicher unterwegs sind und jede Straßenveränderung bemerken. In Deutschland gibt es einige Vorgaben, die beim Umbau des Lichts zu beachten sind. Der folgende Text stellt diese übersichtlich dar.

Rechtliche Vorgaben

Es gibt einen Unterschied zwischen den Rechten für Umbauten in Deutschland und der Europäischen Union. In der EU dürfen Motorräder beispielsweise doppeltes Abblendlicht und doppelte Nebelleuchten haben. Ein in Deutschland zugelassenes Motorrad darf nur dann ein doppeltes Abblendlicht haben, wenn die Lampen hinter einer gemeinsamen Streuscheibe sitzen - so bleibt für andere Verkehrsteilnehmer auf jeden Fall zu erkennen, dass es sich um ein Zweirad handelt. Den Scheinwerfer darf der Fahrer zudem nach deutscher StVZO nur in einer Höhe bis 1000mm zur Fahrbahn anbauen. Die nach EU-Recht erlaubten zwei Scheinwerfer müssen symmetrisch und in einer Höhe von 500-1200mm von der Fahrbahn angebaut werden, sowie maximal 200mm von der Fahrzeugmitte entfernt sein. Als Nebelscheinwerfer darf nur eine Leuchte eingebaut werden und zwar maximal in der Höhe des Hauptscheinwerfers, auf keinen Fall höher. Zudem darf die Leuchte zwar am Sturzbügel montiert werden, allerdings maximal 250mm entfernt von der Fahrzeugmitte. Das EU-Recht ist hier weiter gefasst: Motorräder, die nach diesem Recht zugelassen sind, können zwei Nebelscheinwerfer bekommen, die symmetrisch zur Mitte zu montieren sind. Das Fernlicht allerdings darf bei deutschen wie bei EU-Motorrädern durch zwei zusätzliche Scheinwerfer ergänzt werden - es dürfen aber immer nur zwei gleichzeitig eingeschaltet sein. Die unten stehende Auflistung zeigt die erklärten Vorschriften im deutschen Recht in übersichtlicher Form:

Abblendlicht

- Generell: Zwei Leuchten nur erlaubt mit gemeinsamer Streuscheibe.

- Anbau: Anbau in Höhe von 1000mm zur Fahrbahn.

Nebelscheinwerfer

- Generell: Einer erlaubt.

- Anbau: Nicht höher als der Hauptscheinwerfer; Montierung am Sturzbügel möglich; maximal 250mm von Fahrzeugmitte entfernt.

Fernscheinwerfer

- Generell: Zwei zusätzliche erlaubt; es dürfen nur zwei insgesamt leuchten; beim Abblenden erlöschen die Zusatzlampen.

- Anbau: Schalterstellung muss Schaltzustand anzeigen.

Die richtige Beleuchtung finden

Nach den gesetzlichen Vorgaben gilt es, die richtige Beleuchtung für sein Motorrad zu finden. Damit die Umbauten durch den TÜV zugelassen werden, ist es nicht nur wichtig, dass sich die Fahrer an die Gesetze halten, sondern auch, dass die Scheinwerfer selbst geprüft und zugelassen sind. Dies erkennen die Schrauber entweder an dem E-Zeichen oder dem SAE-Zeichen. Im Normalfall sind aber alle hierzulande verkauften Beleuchtungen für Motorräder geprüft und zugelassen. Eine Auswahl an neuen Leuchtmitteln finden Biker zum Teil in Onlineshops; die Suche führt sie beispielsweise zum TLO Bikeshop. Eins müssen die Bastler aber auf jeden Fall beachten, bevor sie die neuen Lampen anbringen: Diese müssen einem Zweck dienen. Zierbeleuchtungen sind an den Bikes nicht erlaubt und werden nicht durch den TÜV zugelassen. Ein Zusatzscheinwerfer, wie die Nebelleuchte, ist also zulässig, solange er einem Zweck dient. Dieser Zweck kann auch die bessere Sicht bei Nacht sein. Oder ein neuer Blinker, der einerseits zwar schö-ner aussieht oder unauffälliger im ausgeschaltetem Zustand ist, andererseits dafür aber wesentlich heller blinkt und dadurch sicherer ist als das eigentlich am Motorrad angebrachte Modell. Ist man sich unsicher, ob der geplante Beleuchtungsumbau zulässig ist, hat die Möglichkeit, im Vorfeld an der Prüfstelle nachzufragen. Die Mitarbeiter dort können dem Biker meist genau sagen, ob er damit durch die Prüfung kommt oder nicht.

Wer einen neuen Hauptscheinwerfer anbaut, sollte vor der Fahrt zur Prüfstelle zudem auf jeden Fall die Höhe wieder richtig einstellen. Die obere Hell-Dunkel-Grenze liegt etwa fünf Zentimeter unter der Scheinwerfermitte - am besten ist dies auf geradem Untergrund und in fünf Metern Entfernung zu einer Wand einzustellen.

Bild © Anna Omelchenko - Fotolia.com