Fotoshow Moto Guzzi California Touring

Fotoshow Moto Guzzi California Touring


Italian Cruising

Wer an Cruiser denkt, meint in der Regel eine Harley. Manchmal mal auch eine japanische oder englische Variante, die in der Regel mehr oder minder direkte Kopien der amerikanischen Variante sind. Viel zu selten denkt man in diesem Zusammenhang an Italien. Dabei hat Moto Guzzi seit Jahrzehnten eine absolut eigenständige Alternative im Programm: die California, von Fans liebevoll Calli genannt. Und wir haben die aktuellste Variante im Testfuhrpark, endlich!

Wieso endlich? Ganz einfach: der Autor nannte bereits eine California Vintage sein eigen und ist seither mit dem Guzzi-Bazillus infiziert. Da ist die Neugier auf die California 1400 Touring natürlich riesengroß. Die 1400er Calli ist ein fettes Teil. Die alte California ist als Jubiläumsvariante noch im Programm und bringt mal schlanke 54 Kilos weniger auf die Waage. Die 1400er Touring bringt es auf stolze 337 kg. Im Vergleich ist sie dennoch das Fliegengewicht. Die Harley-Davidson Road King bringt es auf 371 kg, die Indian Chief Vintage gar auf 379 Kilo.

Während die Konkurrenz aus USA voll und ganz auf den klassischen Look setzt, trägt die California 1400 Touring ein moderneres Kleid. Dennoch zitiert die Calli die Vorgängermodelle: die Sitzbank und deren Reling erinnern an die Ur-California, ebenso die Farbgebung mit den Zierstreifen. Technisch ist die Guzzi up-to-date: Traktionskontrolle, 3 Fahrmodi, ABS, Tempomat und Wegfahrsperre sind nur einige Beispiele. Dazu kommen das riesige Windschild und die wunderschön in die Linie integrierten Koffer. Leider lässt sich das Schild nur mit Hilfe von Werkzeug abnehmen und die Koffer waren bei Regen nicht dicht, ließen danach aber immerhin das eingedrungene Wasser nicht raus. Wie sich die California im Vergleich mit den Amis schlägt, ist demnächst hier nachzulesen.

Text & Bilder: Matthias Hirsch