Yamaha XVS1300 Custom – Fotoshow

Yamaha XVS1300 Custom – Fotoshow


Japan-Cruiser mit Customizing-Genen

Chopper/Cruiser aus Fernost haben es nicht immer leicht. Von vornweg wird das Schildchen Plagiat umgehängt und sowieso immer nach dem angeblichen amerikanischen Original geschrien. Dabei haben die Japaner einiges in dem Segment bewegt. Die 535er Virago ist bis heute eines der meist verkauften Motorräder überhaupt in Deutschland. Die 1400er Intruder reicht in Sachen Kult fast an die Milwaukee-Eisen ran. Und die XVS1300 Custom legt mit ihrem extravaganten Design den Muff der Großserie ab.

Denn Yamaha traut sich mit der XVS1300 Custom was. Die lange und flache Gabel in Verbindung mit dem gestreckten Rahmen und dem großen sowie breiten 21-Zöller machen Eindruck. Der Knick in den Mattschwarz gehaltenen Endrohren kommt ebenfalls gut an. Dazu passt der 210 Schlappen hinten ebenso wie die mit 670 mm tiefe Sitzposition. So viel Extravaganz kannte man bis dato nur von der Honda VT 1300 CX. Die sah aus als käme sie direkt vom Customizer, war allerdings etwas schwach auf der Brust und erheblich zu teuer.

Beides Dinge die man bei Yamaha wohl bedacht hat. Der 1300er V2 ist bereits von der Cruiser-Schwester XVS1300 Midnight Star bekannt und ist mit 72 PS und 103 NM standesgemäß unterwegs. Geschaltet wird über ein 5-Gang-Getriebe. Wozu ein drehzahlsenkender 6. Gang, wenn die Maximalleistung bei gerade einmal 5.500 Umdrehungen anliegt. Das Hinterrad wird über einen wartungsarmen Riemen angetrieben. Schick sind die am Rand polierten Kühlrippen die Luftkühlung suggerieren. Bei genauerem Hinschauen entlarvt man doch den Wasserkühler an der Rahmenfront. Der Preis für die XVS1300 Custom ist mit 10.995 Euro mehr als fair, ein ABS gibt es leider nicht. Ob dies jedoch reicht? Im Vergleich muss sich die Yamaha der ebenfalls extravaganten Harley-Davidson Softail Breakout stellen. Und die ist mal glatte 10.000 Euronen teurer.

Text & Bilder: Matthias Hirsch