Fotoshow Harley-Davidson Street 750

Fotoshow Harley-Davidson Street 750


Volks-Harley?

Die Harley-Davidson Street 750 ist eigentlich nicht für den Vergleich eingeplant gewesen. Als wir einen anderen Tester bei Harley abholten und die Street entdeckten, tauschten wir die Sportster 883 kurzerhand gegen Harleys neue Baureihe, welche die Fangemeinde so sehr spaltet.

Die mault nämlich kräftig: keine echte Harley, zu wenig Hubraum, Wasserkühlung und überhaupt. Aber wir können die Betroffenen beruhigen: ihr sollt eure Vorlieben ja gar nicht ändern. Bleibt bei euren Modellen und konsumiert weiter kräftig. Harley will seinen Kunden ja nicht zum Downsizing überreden. Also liebe Fans, wieder runter fahren denn es bleibt (für euch) alles beim Alten. Mit der Street 750 erweitert Harley-Davidson sein Programm nach unten. Ist wie von ein paar Jahren bei BMW-Auto. Da wurde der 1er eingeführt um in der Kompaktklasse neue Kunden zu gewinnen. Und wenn man die einmal hat, kaufen sie später dann vielleicht einen 3er oder 5er.

Jetzt steht sie da, die Street 750. Trägt weiterhin einen V2, allerdings ist der trotz Kühlrippen eben wassergekühlt. Besagter Kühler hängt dann auch ziemlich dominant im Rahmendreieck vor dem Motor. Ansonsten sieht sie recht putzig aus. Sehr flach gehalten, insgesamt mit reduzierter Optik. Rechts hängt ein dicker Auspuff, an der Gabel sind Faltenbälge montiert. Front- und Heckfender sind aus Metall, der Nummernschildhalter allerdings aus einer Menge Plastik. Die Verarbeitung ist insgesamt annehmbar aber alles andere als oberklassig. 

Der flüssigkeitsgekühlte, Revolution X getaufte V2 hat 729 Kubik und bringt es auf 57 PS bei 8.000 Umdrehungen. Das auf den ersten Blick bescheidene Drehmoment von 60 NM hat seinen Maximum bereits bei 4.000 Umdrehungen erreicht. Eine echte Revolution ist das Gewicht: 222 kg bringt die Street 750 fahrfertig auf die Waage. Für ein Krad aus Milwaukee eine echte Sensation. Preislich geht es bei 7.925 Euro los, andere Farbe als Vivid Black sind dann für 8.195 Euro zu haben.  Zum Vergleich: die 883 Roadster ist mit 9.645 Euro schlappe 1.720 Euro teurer.

Text & Bilder: Matthias Hirsch