Fotoshow Honda Gold Wing F6C

Fotoshow Honda Gold Wing F6C


Nacktes Schwergewicht

Die F6C ist die schlankste Variante der Gold Wing. Satte 80 Kilo hat die Nackte weniger als der Fulldresser. Da hat sich die Diät doch mal gelohnt – auch wenn die F6C weiterhin in der Pummel-Liga spielt.

Wenn man es genau nimmt, hat die F6C glatte 79 Kilo weniger. Da sieht man mal was Ausstattung so wiegt: Packtaschen, Topcase, Verkleidung, Rückwärtsgang, Audiosystem. Dennoch drückt die Honda immer noch 342 Kilo auf die Waage. Dafür hat sie 1 PS weniger und 1 NM mehr als die Gold Wing. Bleiben also 117 Pferdestärken bei 5.500 Umdrehungen die die F6C aus einem 1.832 Kubik großen Sechszylinder-Boxer schöpft. Wesentlich beeindruckender als die Spitzenleistung ist das Drehmoment: 168 NM bei 4.000 Umdrehungen schieben die F6C in allen Drehzahllagen und Gängen an.

Der optische Eindruck ist mächtig, ein riesiges Motorrad steht da vor einem. Flach, lang, breit und im Falle unseres Testers schwarz. Ob schön oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Auf jeden Fall hochwertig verarbeitet, auch wenn keine hochwertigen Materialien verbaut sind. Das komplette Motorrad scheint aus Kunststoff zu bestehen. Das passt immerhin zur Manga-Anime-Optik im Transformers-Look. Etwas klassischer mit höherem Metall-Anteil hätte uns besser gefallen, zumal Gewichtsoptimierung sicherlich nicht im Lastenheft stand. Der Preis für dieses außergewöhnlich Stück Motorrad liegt bei 20.990 Euro. Warum die F6C dennoch Redaktions-Liebling war, könnt ihr im Vergleichstest lesen.

Text & Bilder: Matthias Hirsch