BMW F800R – Vorstellung

BMW F800R – Vorstellung


Potenter Einsteiger

Zur kommenden Saison hat BMW die F800R gründlich überarbeitet. Die Leistung steigt ein wenig, die Sitzhöhe fällt ein wenig und vorne hat sie nun gleich einem Zyklopen nur noch ein Auge. Aber auch sonst hat sich noch einiges geändert.

So weicht an der Front der F800R nicht nur der Karl-Dall-Blick, sondern auch die Vorderradführung. Die bisherige Teleskopgabel wird von einer Upside-Down-Variante ersetzt. An dieser sind nun hydraulische Bremsscheiben mit radial montierten Bremszangen verbaut. Der neue Scheinwerfer sieht aus unserer Sicht zwar besser aus, allerdings verliert die F800R ein Stück von ihrer Unverwechselbarkeit. In diesem Fall nehmen wir dies gerne in Kauf. Eine Kartoffelnase im Gesicht macht dieses zwar in der Regel auch einzigartig, aber halt auch selten schöner. 

Ein neuer Lenker und die angepasste Sitzbank sollen für bessere Ergonomie sorgen. Speziell die verringerte Sitzhöhe von einem Zentimeter dürfte kürzer geratene Fahrer freuen. Zusätzlich hält der Händler des Kundenvertrauens aber noch ab- und aufgepolsterte Variante gegen das übliche Entgelt bereit. ABS ist serienmäßig, Traktionskontrolle und die elektronische Fahrwerksregelung ESA sind Aufpreis pflichtig. 

Der Reihen-Twin der F800R leistet jetzt 90 PS, also 3 Pferdchen mehr als bisher. Das Drehmoment ist mit 86 NM gleich geblieben. Das Hinterrad wir per Kette angetrieben, schade das hier nicht der wartungsärmere Riemenantrieb der F800GT zum Einsatz kommt. Wer noch Gewicht sparen möchte, montiert den optional erhältlichen und 1,7 Kilo leichteren Akrapovic-Auspuff. Ab Februar 2015 steht die F800R für 8.900 Euro beim Händler, exakt der gleiche Preis wie bisher.

Text: Matthias Hirsch

Bilder: BMW