Yamaha YZF-R1 – Vorstellung

Yamaha YZF-R1 – Vorstellung


Die Antwort aus Fernost

Das Segment der Supersportler wurde in den letzten Jahren arg gebeutelt. Die Neuzulassungen schrumpften und speziell die Hersteller aus Fernost bewiesen große Zurückhaltung was die Entwicklung neuer Modelle betraf. Obwohl die Supersportler immer eine japanische Domäne waren. Speziell die R1 hatte mit ihrer radikalen Auslegung eine große Fangemeinde. Und die hat mit der brandneuen YZF-R1 extrem gute Chancen auf Zuwachs.

Totgeglaubte leben halt doch länger. Die neue Yamaha YZF-R1 ist der Hammer – für nicht wenige der Hammer der die Vorherrschaft von BMWs S1000RR zerschlägt. Die Eckdaten sind extrem vielversprechend. 200 PS bei einem Gewicht von 199 Kilo fahrfertig, dazu alles was den Puls von Supersportler-Fans ebenfalls nahe an die 200er-Marke bringt: Traktionskontrolle mit Schräglagenerfassung, Slide Control System, Front Lift Control System, Launch Control, Fahrmodi,  Quick-Shifter, dazu optional die Communication Control Unit (Data-Tracking). Sehr viel Control für möglichst wenig Rundenzeit. Wem dies noch nicht genug ist, der kann mit der R1M noch einen drauflegen. Die hat nämlich noch ein semi-aktives Fahrwerk aus dem Hause Oehlins. Das Data-Tracking ist ebenfalls serienmäßig. Zusätzlich sind Verkleidung und weitere Teile aus Carbon. Wer auf die R1M scharf ist, sollte sich beeilen. Sie kommt nur in einer limitierten Auflage und kann ab dem 1. Dezember auf der Yamaha-Homepage reserviert werden. 

Motorseitig haben wir es ab sofort mit dem Crossplane getauften Reihenvierer zu tun. Der liefert 200 PS aus 998 Kubik bei 13.500 und 112 NM bei 11.500 Umdrehungen ab. Edle Teile wie Titanpleuel, leichte Schmiedekolben und eine im Wesentlichen aus Titan gefertigten Auspuffanlage lassen erkennen wie ernst Yamaha es mit der neuen R1 meint. Um das Zielgewicht zu erreichen, steht sie auf leichten Magnesium-Felgen, auch der Heckrahmen ist aus Magnesium gefertigt. 

Die Optik ist polarisierend. Die sehr tief in der Front verbauten LED-Scheinwerfer mit darüber angebrachten LED-Positionsleuchten lassen sehr viel glatte Fläche an der Front zu. Es sieht ein wenig nach Scheinwerferaugen mit LED-Augenbrauen aus. Wie gesagt etwas gewöhnungsbedürftig, aber eigenständig und mit einem hohen Erkennungswert. Preise hat Yamaha für die YZF-R1 leider noch nicht bekannt gegeben.

Text: Matthias Hirsch

Bilder: Yamaha