Aprilia Tuono V4 1100 RR/Factory - Vorstellung

Aprilia Tuono V4 1100 RR/Factory - Vorstellung


Supersportliche Nackte

Auch der "Thunfisch" kriegt sein Fett weg: Aprilia legt für 2015 die supersportlichen Naked Bikes Tuono V4 1100 Factory und RR auf. Die Überarbeitung dokumentieren die beiden Neulinge zuvorderst über eine schlankere Frontmaske mit leichteren und lichtstärkeren LED-Lampen ganz im Stil des Supersportlers RSV 4. Allein diese Maßnahme spart 1,5 kg ein. Unter der aufgefrischten Hülle tut sich ein auf 1077 Kubikzentimeter aufgestockter V4-Motor hervor, der mit 175 PS Spitzenleistung immerhin fünf Pferdchen mehr auf die Kurbelwelle stemmt als die Vorgängerin. Das maximale Drehmoment von 120 Nm wird bereits bei 9000 Touren produziert.

Um diese Performance besser verwalten zu können, werden neuerdings drei statt zwei verschiedene Motormappings angeboten. Auch die anderen elektronischen Fahrassistenzsysteme wie Traktionskontrolle, Wheelie-Kontrolle, Launch Control und der Schaltautomat - von Aprilia unter dem Kürzel APRC zusammenfasst – sowie das renntaugliche ABS wurden entsprechend der Leistung und dem überarbeiteten Fahrwerk optimiert. Sie sind, ebenso wie das Motor-Mapping, in mehreren Stufen einstellbar.

Gründlich revidiert zeigt sich nämlich aus das Fahrwerk der Tuono V4 1100 RR, bestehend aus Upside-Down-Gabel vorn und der markanten Bananenschwinge hinten, verbunden vom markentypischen Leichtmetall-Brückenrahmen. Ohne Betriebsstoffe bleibt die Waage für die Tuono bei 184 Kilo stehen. Optional gibt es analog zur neuen RSV 4 RR auch die Smartphone-Konnektivität V4-MP-Kit im Zubehör. 

Die beiden Versionen RR und Factory unterscheiden sich in erster Linie durch die Güte der Federelemente: Bei der RR kommen Sachs-Komponenten zum Einsatz, in der Aprilia Tuono V4 1100 Factory werkeln edle Öhlins-Teile. Außerdem rollt die Factory serienmäßig auf einem 200er-Hinterradschlappen, wo sich die RR mit einem 190er begnügt.

Text: Thilo Kozik

Bilder: Aprilia, Thilo Kozik