MV Agusta Stradale 800 - Vorstellung

MV Agusta Stradale 800 - Vorstellung


Reiselustige Italo-Schönheit

Unmittelbar vor der EICMA machte MV Agusta Schlagzeilen durch den Einstieg von AMG, auf der Messe waren es dann eher die Motorräder im atemberaubenden italienischen Design, die für Aufmerksamkeit sorgten. Vor allem die neue Stradale 800, die sich konzeptionell nicht eindeutig zuordnen lässt: Fast langbeinig wie eine Enduro, aber kurz und knapp wie ein Streetfighter und dazu noch Packtaschen wie bei einem Tourer.

Diese sind jedoch weniger praxisorientiert als designintegriert, soll heißen: Bei der Stradale 800 sind die Rückleuchten in die Koffer integriert und sehen einfach klasse aus. Zusammen mit der Einarmschwinge und dem dreiflötigen Auspuff ergibt sich rechterhand eine atemberaubende Ansicht, die den hervorragenden Ruf italienischen Designs eindrucksvoll untermauert.

Technisch wird auch die Stradale vom durchzugsstarken Reihen-Dreizylindermotor mit 798 Kubik Hubraum angetrieben, lediglich die Ausgangsleistung von 125 PS bei der Brutale wird bei der Stradale 800 auf 115 PS für mehr Drehmoment im mittleren Bereich herunter gesetzt – 78,5 Newtonmeter Maximum ist hier das Wort. An Elektronik mangelt es der Stradale ebenfalls nicht: Mit Ride-by-Wire, Schaltautomat, vier Motormappings, Traktionskontrolle und Bosch-ABS  ist das Paket ziemlich vollständig.

Beim Fahrwerk erfreuen eine voll einstellbare Marzocchi-Upside-Down-Gabel ebenso wie der Hybridrahmen aus Gitterrohrverbund und Leichtmetall-Gussprofilen, eine kleine (Aufstiegs-)Hürde könnte die Sitzhöhe von beachtlichen 870 Millimeter darstellen. Gegen Ende 2015 soll die Stradale 800 in Serie gehen z einem Preis von knapp 14.000 Euro. Übrigens: Stradale ist nicht die schwäbische Verniedlichung des italienischen Strada für den Weg...

Text: Thilo Kozik

Bilder: MV Agusta, Thilo Kozik