Horex feiert Auferstehung

Horex feiert Auferstehung


Neues Motorrad aus Deutschland

Die historische Motorradmarke Horex ist wieder da – mit einem neuen Motorrad, das bei seiner Pressepräsentation am 15. Juni 2010 in München Weltpremiere feierte.

Einzigartig an dem kraftvollen, 1.200 Kubik starken Roadster ist sein VR-Sechszylindermotor mit Kompressoraufladung – ein Antriebsaggregat, das es für Motorräder bislang nicht gab. Für das Zweirad entwickelt und patentiert wurde diese Technologie von Clemens Neese, Geschäftsführer der neu gegründeten Horex GmbH mit Sitz in Garching bei München. Die neue Horex soll ab Ende 2011 ineiner Manufaktur in Deutschland gefertigt werden und zunächst in Deutschland, Österreich und der Schweiz, positioniert im Premiumsegment, auf den Markt kommen. „Ob die Welt eine weitere Motorradmarke braucht?“ Clemens Neese muss lachen: „Wahrscheinlich nicht zwingend. Aber Motorradfahren ist mehr als die Fortbewegung auf zwei Rädern, Motorradfahren ist Emotion und immer auch die Faszination für Technik, für Neues und Spannendes! Ich bin selbst begeisterter Motorradfahrer und konnte in den letzten Jahren nur wenig davon auf dem Markt entdecken.“ Grund genug, den eigenen Traum auf zwei Räder zu stellen: Der Diplom-Ingenieur mit 20-jährier Berufs- und Führungserfahrung in der IT-Branche beschäftigte sich schon seit geraumer Zeit mit der Idee für einen VR-Motor im Motorrad. Er arbeitete sein Konzept aus und erhielt im April 2007 die Patentrechte für den „VR-Motor im Einspurfahrzeug“.

Mythos: eine Marke mit Strahlkraft lebt wieder auf

Für das Projekt „neues VR-Motorrad“ kam aus Sicht von Clemens Neese und seinem Geschäftspartner Frank Fischer nur eine einzige Marke in Frage: Horex. Zwischen 1923 und 1956 brachte die damalige Horex Fahrzeugbau AG, Bad Homburg, spektakuläre und leistungsstarke Motorräder auf den Markt, unter anderem die legendären Modelle Regina und Imperator. Ab 1960 gehörte die Marke wechselnden Eigentümern. Die von Neese und Fischer zwischenzeitlich gegründete Compact-Bike Entwicklungs GmbH bemühte sich jahrelang um die Markenrechte, 2007 konnte sie sich die Kaufoption sichern, 2009 ging die Wort- und Bildmarke Horex in ihren Besitz über. „Horex ist noch heute eine Marke mit enormer Strahl- und Anziehungskraft“, sagt Neese. „Ihr Gründer Fritz Kleemann hat von Anfang an clevere Antriebsideen verfolgt und innovative, hochwertige Fahrzeuge gebaut. Diese Tradition passte zu unserer Vision von der neuen Horex wie der letzte Stein eines Puzzles – und diesem Anspruch bleiben wir verpflichtet.“    

Maschine: einzigartig, leistungsstark, selbstbewusst

Das Herz der neuen Horex schlägt im VR-Sechszylindermotor. Mit nur 429 Millimetern Breite am Zylinderkopf baut das Aggregat so schmal und kompakt wie vergleichbare Vierzylinder-Motorradtriebwerke. Aber das ist nicht sein einziges Alleinstellungsmerkmal: Die geschmeidige und konstante Leistungsentfaltung bei niedrigen Drehzahlen verdankt der VR6 seinem herausragend breiten Drehmomentband und der zusätzlichen Aufladung durch einen Radialkompressor mit Direktantrieb. Diese Kombination ist neu und einmalig für Motorräder. Zahlreiche weitere Innovationen und ungewöhnliche Lösungen – etwa der erste Riemenantrieb in dieser Leistungsklasse, das Kühlsystem oder der ergonomisch konturierte Brückenrahmen mit Druckgaskanal – unterstreichen den eigenständigen Charakter dieses Motorrads. Und auch im Design geht die neue Horex ihren eigenen Weg: Orientiert an klassischen Stil-Ikonen der Motorradwelt, setzt das neue Motorrad aus Deutschland auf eine selbstbewusste, moderne Formensprache mit klaren Linien, hochwertigen Materialien und liebevoll gearbeiteten Markendetails.

Menschen: motiviertes Team mit starkem Partnernetzwerk

Hinter dem Projekt „neue Horex“ steht ein überschaubares Kernteam um Clemens Neese innerhalb der Horex GmbH, das eng mit einem sorgfältig ausgewählten und kontinuierlich gewachsenen Netzwerk ausgewiesener Spezialisten und Partner zusammenarbeitet. „Was uns alle verbindet, ist die Leidenschaft für unser neues Motorrad und die Überzeugung, dass wir damit Erfolg haben werden“, sagt Neese. Zu den externen Mitstreitern zählen neben renommierten Unternehmen aus der Motorrad- und Automotivebranche wie Bing, Bosch, Hörmann-Rawema, Mahle, VW und Weber Motor auch Forschungsinstitute wie Fraunhofer, die Hochschule München oder das Spiegel Institut.

Mut: mit gesicherter Finanzierung auf den Markt

Mit ihrem Mut, dieses Projekt anzupacken, gepaart mit Management-Erfahrung, erheblichen Investitionen aus eigener Tasche und einem professionellen Businessplan, konnten die Initiatoren eine Reihe von Investoren überzeugen. „Wir sind Nutzer des ERPStartprogramms der KfW Mittelstandsbank und bekommen Fördergelder vom Bundeswirtschaftsministerium, zudem unterstützen uns private Geldgeber“, berichtet Horex CEO Neese. Alles in allem ist ein zweistelliger Millionenbetrag eingeplant, der das Projekt bis zum Marktstart absichert. Das schließt den Aufbau einer Manufaktur in Deutschland mit ein, in der die ersten Serienmodelle ab dem vierten Quartal 2011 gefertigt werden sollen. Über den Standort wird im Lauf der kommenden Monate entschieden. Der Marktstart ist über ein ausgewähltes Netz von Handelspartnern zunächst in Deutschland, Österreich und der Schweiz geplant, stufenweise sollen dann Gesamteuropa, USA und Japan folgen. Ein Produkt mit einzigartiger Technologie und eigenständigem Design, der Manufakturgedanke, die schlanke Firmenstruktur, das innovative Vertriebs- und Handelskonzept: Mit der neuen Motorradmarke Horex geht in Deutschland ein Premiumanbieter an den Start, der in der Motorradbranche in vielerlei Hinsicht als außergewöhnlich zu bezeichnen ist. „Wir arbeiten anders“, bestätigt Neese. „Und wir sind überzeugt, dass wir damit Erfolg haben können!“