BMW Sechszylinder-Custombikes aus Japan

BMW Sechszylinder-Custombikes aus Japan


Nippon-Sixpacks mit bayerischen Zutaten

Bereits im vergangenen Jahr hatten vier namhafte japanische Customizer die BMW R nineT spektakulär in Szene gesetzt. Nun folgt – abermals aus japanischer Customizer-Hand – das Projekt „Ignite Straight Six“. Hinter dem Projekt verbergen sich zwei außergewöhnliche japanische Customprojekte auf Basis des Sechszylinder-Reihenmotors der BMW K 1600 GTL.

Mit Kenji Nagai vom Customizing-Unternehmen Ken’s Factory sowie Keiji Kawakita von Hot-Dock Custom-Cycles kümmerten sich abermals zwei der führenden japanischen Customizer um eine völlig andersartige Interpretation des BMW-Luxustourers mit 1649 Kubikzentimeter großem Sechszylinder-Reihenmotor.

Vom Serienmotorrad übernommen wurden für die beiden Projekte jeweils nur der Motor und der Rahmen sowie bei Kejii Kawakitas Schöpfung „Juggernaut“ noch die Vorderradführung Duolever. Kenji Nagais Kreation namens „Ken’s Factory Special“ vertraut diesbezüglich hingegen auf eine selbstgefertigte, im Chopper-Stil gereckte Springergabel aus Aluminium in Verbindung mit einem geänderten Steuerkopf. An die Stelle der serienmäßigen Vollverkleidung der K 1600 GTL tritt hier zudem eine kleine, aus Aluminium gefertigte Lampenmaske mit integriertem Scheinwerfer. Der serienmäßige Heckrahmen nebst Sitzbank wurde von einem tief platzierten Aluminium-Sitz abgelöst.

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Kenji Nagai: „Zuerst schwebte mir ein Motorrad im Bagger-Stil vor, das sich vom Tourer-Image abhebt. Doch einen Tourer einfach in einen Bagger zu verwandeln, wäre etwas zu offensichtlich gewesen. Also machte ich mir Gedanken über einen anderen Ansatz und entschied mich für den Digger-Stil. Der gestreckte, schlanke Digger-Stil würde den Reihensechszylinder noch prominenter zur Geltung bringen.

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Der optische Eindruck eines sehr schmalen Motorrads mit dramatisch reduzierter Sitzhöhe wird bei „Ken’s Factory Special“ durch ein 23-Zoll-Vorderrad sowie ein 20-Zoll-Hinterrad verstärkt. Liebevolle Details aus Aluminium, wie etwa die Tank- oder Kühlerverkleidung, Lenker und vieles mehr runden die kunstvolle Handwerksarbeit Kenji Nagais ab.

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Keiji Kawakitas “Juggernaut” stellt hingegen einen völligen Kontrast dar. Minimalismus ist hier Fehlanzeige, und mit dem lauten und stolzen Auftritt mutet „Juggernaut“ vielmehr wie eine Synthese aus Mad-Max-Metall und den Vorstellungen Jules Vernes an.

So verbreitert ein Skelett aus Aluminiumrohren den nackten, und seitlich am Kraftstofftank platzierte Instrumente fügen sich stimmig in den Militär-Look ein. Reminiszenzen an die GS-Baureihe wecken die Doppel-Nebelscheinwerfer sowie der Schnabel.

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Dieses Meisterwerk und das dabei angestrebte Customizing-Finish gingen auf die geschichtliche Inspiration zurück, wie Keiji Kawakita erklärt: „Als ich ein altes Foto vom Cockpit eines Cabriolets aus der jüngeren Zukunft fand, kam mir die Idee für ein Motorrad mit diesem atmosphärischen Stil. Ich schaute mir die Vorderradführung und den Duolever an und dachte mir, das könnte ich aus der K 1600 GTL machen. Tatsächlich war es aber dann lange, harte Arbeit. Selbst als ich dann fertig war, blieb ich unsicher, ob das Werk nun vollendet war. Aber so ist das beim Customizing.“

Fotos: BMW