Kawasaki Z1000 - Fotoshow

Kawasaki Z1000 - Fotoshow


Die mit dem bösen Blick

Hier der dritte Teilnehmer unseres Vergleichs. Die Z1000 polarisiert, ganz bewusst. Ganz nach dem Motto „take it or leave it“. Mainstream machen andere, die Kawa macht Sugomi. Was genau damit gemeint ist, haben wir bis heute nicht verstanden. Das die Z gezielt anders sein möchte, finden wir aber gut.

Ein grimmiges Kerlchen, die Z1000 aus dem Hause Kawasaki. Aggressiv und geduckt, mit einem sehr strengen Blick aus den LED-Scheinwerfer-Augen. Die Statur sehr stämmig, mit breitem Rücken und hohem, schmalen Heck. Der Soziusplatz ist ein Witz, die dazugehörigen Rasten dienen hauptsächlich als Montagepunkt für den Auspuff. Der wiederum liefert das beste Argument mal beim Zubehörhandel vorbei zu schauen. Schlimm genug dass der Endtopf so klobig ist, es hängt auch noch auf jeder Seite einer davon. Gleiches gilt für Kennzeichenhalter und Blinker, ist jedoch bei der Konkurrenz Suzuki GSX-S1000 und Triumph Speed Triple ebenso. Der Rest ist echt lecker und teilweise detailverliebt gemacht. Die Fahrersitzbank ist etwa mit „Z“-Symbolen geprägt, was halt mal einfach passt. Dazu das schicke LED-Rücklicht, die bereits erwähnten 4 LED-Scheinwerfer (2 für Abblend-, 2 für Fernlicht), die Instrumente mit dem 2-teiligen Drehzahlband und nicht zuletzt die schönen Bremsscheiben im Petal-Design vorne und hinten.

Die Z1000 geht mittlerweile in die 2. Saison. Bis heute ist unverständlich wieso Kawasaki bei einem neuen Modell auf die Traktionskontrolle verzichtet. Zumal die kurz vorher überarbeitete Z1000SX dieses Feature bekommen hat. Aus Sicht der Herren aus Japan will der Kunde der ein solch markiges Motorrad möchte, so etwas nicht. Verstehen muss man das nicht, die Technik wahrscheinlich mit einem Facelift ohnehin nachgereicht. ABS ist serienmäßig an Bord. Technisch hat die Z1000 damit nicht wirklich viel zu bieten, das hat sie in unserem Vergleich mit der Speed Triple gemein.

Kawasaki Z1000 Fotoshow 04

Ein echtes Pfund ist dafür der Antrieb. Der Reihenvierer zählt zu den bulligsten Motoren die es am Markt gibt. Die Eckdaten: 1043 Kubik, 142 Pferde und 111 NM bei gerade einmal 7.300 Umdrehungen. Viel Druck bei niedrigen Drehzahlen und sehr schaltfaules Fahren sind die Domäne des Reihenvierers. Er gilt allerdings nicht als Kostverächter und schluckt gerne mal ordentlich was weg. Aber wie sagt man so schön? Kraft kommt von Kraftstoff. Der Listenpreis der Kawasaki Z1000 liegt bei 12.195 Euro. Natürlich gibt es sie in Grün/Schwarz, aber auch in Schwarz oder Grau/Orange.

Text & Bilder: Matthias Hirsch