Kawa Days 2015 - Rückblick

Kawa Days 2015 - Rückblick


Grüner Pfeffer in Schotten

Kawasaki und der Schottenring GP – das ist eine rundum gelungene Verbindung. Nach der geglückten Premiere im letzten Jahr veranstalteten die Grünen ihr hauseigenes Markentreffen, die Kawa Days, auch 2015 im Rahmen des Oldtimer GP unweit des hessischen Vogelsbergs

Das Wochenende am 15./16. August begann mit einem vollmundigen Wetterversprechen und reichlich Sonne auf chromblitzenden Old- und Youngtimern der japanischen Marke, die mit dem Event 40 Jahre Kawasaki Deutschland zelebrierte. Dazu gaben sich eine Vielzahl prominente Party-Gäste ein Stelldichein, von ehemaligen Weltmeistern wie Toni Mang und Kork Ballington, der eigens für die Kawasaki Days aus seiner Wahlheimat Australien angereist war, bis zum – aus Kawa-Sicht hoffentlich – künftigen Superbike-Weltmeister Jonathan Rea, der von seinem Wohnsitz auf der Isle of Man eingeflogen wurde. Die Rennidole erwiesen sich sehr schnell als echte Publikumsmagnete und waren stets von wissbegierigen, aber auch kenntnisreichen Fans umlagert. Alle stellten sich den Fragen der Fans, schrieben Autogramme und standen für Selfies aller Art zur Verfügung.

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Umlagert waren auch die bestens herausgeputzten zweirädrigen Kawasaki-Helden, die legendären Motorräder der Markengeschichte wie 900Z1, Z1300, Z1000FI und Z750 Turbo ließen die Herzen der Nostalgie-Fans höher schlagen. Aber natürlich hatten die Grünen auch einige aktuelle Ninja H2-Modelle am Start, die nicht minder belagert wurden. Bei der „Lap of Honor“ konnte man diese und andere Meilensteine in voller Fahrt sehen, und Kork Ballington pilotierte seinen historischen Zweitakt-Racer KR500 mit herrlichem Gekreische und der markanten Duftnote um den Kurs – die Zuschauer am Streckenrand belohnten die Fahrer mit viel Applaus und auf der langen Geraden sogar mit einer La Ola-Welle.

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Ein weiteres Highlight war die Preisverleihung des anlässlich des Kawa-Jubiläums ins Leben gerufenen Wettbewerbs „Die älteste Kawasaki Deutschlands“. Phillipp-Wilhelm Paul holte sich den ersten Platz mit seiner Kawasaki B8 von 1963. Aber auch die Kawasaki M10 (1966) von Ralf Gille und die Kawasaki A7 (1968) von Hans-Joachim Kauers, die auf Platz zwei und drei folgten,  waren echte Hingucker, die man heute nur noch sehr selten zu sehen bekommt.

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Viel Betrieb herrschte immer dann auch auf einer Freifläche inmitten der Händlermeile, wenn Stuntfahrer Chris Rid mit spektakulären Tricks auf dem Bike die Fans unterhielt, auch die Möglichkeit zu Test-Rides auf aktuellen Kawasaki-Modellen, die das Team Green Live anbot, wurde ausgiebig genutzt. Wer – animiert von Chris Rid – selbst ein echtes Kunststück üben wollte, hatte auf dem Wheelie-Simulator Gelegenheit dazu – hier kamen immer wieder zahlreiche Neugierige zusammen, wenn sich ein Aktiver zum Ausprobieren fand. Am Samstagabend heizte dann noch die Band „Say What“ den Partygängern kräftig ein, bevor über Nacht der große Regen die Kawasaki Days heimsuchte.

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Bei sintflutartigen Regenfällen am Sonntagmorgen startete das Programm zwar, aber die miserablen äußeren Bedingungen und ein Sturz auf der Strecke führten zum vorzeitigen Abbruch des Schottenring GPs und der Kawasaki Days. Dass der MSC Schotten und Kawasaki Deutschland trotz dieser widrigen Bedingungen immerhin zirka 8500 Zuschauer begrüßen konnten, darf als toller Erfolg gewertet werden – und als Beweis für die Attraktivität der Verbindung Schotten und Kawasaki: So steht heute schon fest, dass die Kawasaki Days auch 2016 wieder stattfinden werden – mit der gleichen Partylaune und bei hoffentlich durchgehend schönem Wetter. 

Text & Bilder: Thilo Kozik