BMW S1000XR - Fotoshow

BMW S1000XR - Fotoshow


Allround-Racer

Da hatte BMW doch tatsächlich eine kleine Lücke im Programm. Was tun wenn Motorradfahrer zwar gerne hoch und aufrecht sitzen, gerne sportlich unterwegs sind und die auf jegliche Form von Adventure und Enduro verzichten können? Die wurden bis dato vor allem bei Ducati fündig. Bis jetzt, denn seit diesem Sommer hat BMW die S1000XR im Programm. Und die erfüllt genau die oben genannten Attribute.

Die S1000XR steht auf einem 17-Zoll-Fahrwerk und macht damit klar wohin die Reise gehen soll: ausschließlich auf die Straße. Und dafür ist sie bestens gerüstet. Fangen wir bei dem Motor an. Der wurde fast unverändert von der S1000R übernommen. Dementsprechend gleichen sich die Leistungsdaten. 160 PS bei 11.000 Umdrehungen sowie 112 NM bei 9.250 Kurbelwellenumrundungen. Dabei handelt es sich um sehr verlässliche Pferde, denn der 1000er-Reihenvierer drückt gerne mal ein paar Pferdchen mehr als angegeben. Das Gewicht liegt fahrfertig bei 228 Kilo, die Zuladung von 206 Kilo macht die S1000XR sogar zum Packesel. Im Vergleich zur nackten Schwester steigt das Tankvolumen auf 20 Liter.

BMW S1000XR 07

Die Serienausstattung hat bereits alles an Bord was man von einem modernen Motorrad erwartet. Da ist beispielsweise das Teil-integrale und abschaltbare ABS, die ASC (Automatic Stability Control) genannte Traktionskontrolle und die 2 Fahrmodi Rain und Road. Das Serienfahrwerk ist voll einstellbar, d.h. sowohl an Front als auch Heck lassen sich Druck- und Zugstufe der Dämpfung sowie die Federvorspannung einstellen. Gerade beim Fahrwerk interessiert dies jedoch kaum jemanden, denn auch die S1000XR wird wohl fast ausnahmslos vollausgestattet geordert werden. Dies gilt auch für unser Testmotorrad. Im Touring-Paket (1.265 Euro) sind Dynamic ESA (semiaktives Fahrwerk), Heizgriffe, Vorbereitung Navi, Kofferhalter, Gepäckbrücke und Hauptständer enthalten. Beim Dynamic-Paket (1.010 Euro) kommen Fahrmodi Pro (Dynamic und Dynamic Pro) mit dynamischer Traktionskontrolle und Schräglagen-ABS, Schaltassistent (Quickshifter), Tempomat sowie LED-Blinker dazu. Fehlen noch 1.160 Euro für Koffer und Topcase inklusive Innentaschen und 675 Euro für den BMW Motorrad Navigator V. Der Grundpreis liegt bei 15.300 Euro, macht also alles in allem 19.410 Euro. Noch ein Wort zum Grundpreis: die in Sachen Leistung und Ausstattung fast gleiche nackte Schwester S1000R ist mit 13.350 Euro fast 2.000 Euro günstiger.

BMW S1000XR 02

Dafür fehlen im Vergleich zur S1000XR dann vor allem Wetterschutz, komfortable Sitzposition und die damit verbundenen Reisequalitäten, zu denen auch die längeren Federwege beitragen. Vorne stehen 150 mm, hinten 140 mm zur Verfügung. Selbstverständlich wird das ganze Potential per Dynamic ESA per Elektronik gedämpft und vorgespannt. Der Fahrer wählt das entsprechende Fahrprogramm und kann über den Beladungszustand die Vorspannung regeln. Das Fahrprogramm lässt sich jederzeit ändern, der Beladungszustand nur im Stand. Was uns (verwöhnten Testern) ein wenig fehlt sind eine verstellbare Sitzhöhe und das Keyless-Go. Beides für viele BMW-Modelle erhältlich und die Vergleichskonkurrentin Multistrada 1200 S hat es ebenfalls.

Text & Bilder: Matthias Hirsch