MV Agusta Brutale 800 - Update

MV Agusta Brutale 800 - Update


Milderer Charakter für den Italo-Roadster

Seit jeher ist die legendäre Motorradschmiede MV Agusta für atemberaubend schöne Motorräder bekannt, da machte die Brutale 800 keine Ausnahme. Für 2016 zeigt sich der Roadster mit dem eigenwilligen Charakter besänftigt und für einen größeren Interessentenkreis zugänglich.

Der überarbeitete Dreizylinder der Brutale 800 genügt nun der Abgasnorm Euro 4, leistet mit 116 PS bei 11.500 U/min zwar knapp 9 PS weniger, dafür steigt das maximale Drehmoment auf 83 Nm und liegt nun bei 7600 U/min deutlich früher an – diese Abstimmung sollte der Fahrbarkeit zugute kommen. Genau so wie die Antihopping-Kupplung und der serienmäßige Schaltautomat, der Hoch- und Runterschalten ohne Kupplung erlaubt. 

Fahrwerkseitig weist der neue Rahmen der Brutale 800 einen um 20 mm verlängerten Radstand auf, auch der Nachlauf wurde vergrößert. Beides dürfte der italienischen Lady ihre Zickigkeit nehmen. Insgesamt geht es bei der Brutale 800 nun mehr in Richtung Fahrbarkeit und einen breiteren Einsatzbereich, Höchstleistung und Höchstgeschwindigkeit treten in den Hintergrund.

MV Agusta Brutale 800 07

Diese neue Philosophie hat bei MV bereits mit Vorstellung der Turismo Veloce begonnen und dürfte in Kürze für die gesamte neue Modellgeneration Brutale gelten – die Brutale 675 ist für das späte Frühjahr ebenfalls im neuen Look und mit neuem Motor angekündigt.

Text: Thilo Kozik

Fotos: Hersteller/Kozik