Yamaha MT-03 – Vorstellung

Yamaha MT-03 – Vorstellung


Nochmal eine dunkle Seite Japans

Yamaha bringt für 2016 die MT-03 – die hat wie alle MT-Modelle die dunkle Seite Japans gepachtet. Schaut man mal wie gut sich die MT’s so verkaufen, kann es der Marke mit den Stimmgabeln gar nicht dunkel genug sein. Dabei ist die MT-03 eigentlich nur eines: ein quicklebendiges Einsteigermodell.

Mit dem Marketing ist es halt so eine Sache. „The Dark Side of Japan“ propagiert Yamaha schon seit dem ersten Auftreten der MT-09. Damit ist (wir zitieren) „ein völlig neuer Look und ein ebenso neues Fahrgefühlt auf Europas Straßen“ gemeint. Aha. Jetzt wissen wir endlich wieso sich die MT-Modelle so gut verkaufen. Dunkle Seite halt. Wir sind bis dato eigentlich davon ausgegangen es liegt an schlichtweg guten und gut aussehenden Motorrädern zu bezahlbaren Preisen. Die Erfolgsformel ist im Grunde denkbar einfach: ordentlich Power, geringes Gewicht, moderne Optik. Dunkel im Sinne der dunklen Seite der Macht ist da glücklicherweise nix. Für 2016 besetzt Yamaha dann auch die letzten Lücken in der MT-Familie. Die MT-10 ist das neue Power-Naked, die MT-03 schließt die Lücke zwischen der MT-125 und der MT-07.

Im Falle der MT-03 gibt es einen prominenten Organspender. Die YZF-R3 spendet sowohl Antrieb als auch Rahmen, Federelemente und Räder. Dementsprechend leistet der 321 Kubik große Reihenzweizylinder 42 PS bei 10.750 sowie knapp 30 NM bei 9.000 Umdrehungen. Geschaltet wird über eine 6-Gang-Box, wahrscheinlich oft und viel. Den Hinterradantrieb übernimmt eine Kette. Das liest sich auf den ersten Blick nicht spektakulär, allerdings haben es die 42 Pferde auch nur mit 168 Kilo zu tun.  Die Sitzhöhe ist mit 780 mm recht niedrig, der kurze Radstand von 1.380 mm sowie die schmale Bereifung mit 110er vorne und 140er hinten versprechen flinkes Handling.

Yamaha MT-03 02

Im Gegensatz zur sportlichen Schwester ist an der MT-03 ist ein aufrechter Rohrlenker für eine ebensolche Sitzposition montiert. Der schlanke Rahmen sorgt für eine schmale Taille, dementsprechend schmal ist der Schrittbogen. Das sorgt für einen sicheren Stand auch bei kleinen Fahrern. Die Instrumente der MT-03 sind eine übliche Kombination aus analogem Drehzahlmesser mit digitalem Tacho. Tank- und Verbrauchsanzeige, Uhr und zwei Tageskilometerzähler sind ebenfalls vorhanden. Gebremst wird über eine 298 mm große Scheibe mit Doppelkolben-Bremssattel vorne und eine 220 mm Scheibe hinten. ABS ist serienmäßig.

Yamaha MT-03 07

Ab März 2016 soll die MT-03 beim Yamaha-Händler stehen. Der Kunde hat dann die Wahl zwischen Midnight Black und Race Blu. Preise sind noch nicht bekannt.

Text: Matthias Hirsch

Bilder: Yamaha