Suzuki SV 650 „Little Bastard“

Suzuki SV 650 „Little Bastard“


Wenn weniger mehr ist

Für den Essenza Sprint beim Glemseck 101 hat Suzuki gemeinsam mit Rolf Reick von Krautmotors auf Basis einer SV 650 ein extremes Customprojekt auf die Räder gestellt: die Little Bastard. Eine auf das Wesentlich reduzierte Fahrmaschine die bewusst auf Schnick-Schnack verzichtet und auch kein perfekt gestyltes Custombike sein möchte.

Ein Motorrad für den Sprint und nicht für den Showroom. Da kommt es nicht auf eine aufwändige Lackierung an, nicht auf die allerpenibelste Verarbeitung. „Das Motorrad ist roh und rough“ beschreibt Rolf Reick das Projekt. „Es geht nicht um optische Perfektion, sondern um Reduktion und Individualisierung“. Das Monocoque ist handgefertigt, aufwändiges Motortuning wurde allerdings nicht gemacht. Die Teile für den Umbau stammen aus einem 3D-Drucker.

Suzuki SV650 Little Bastard 02

Dieser Fakt ist für Gerald Steinmann, Manager Marketing und PR bei Suzuki, ein Blick in die Zukunft. „Die Möglichkeit das Motorrad über Unikate aus dem 3D-Drucker ganz persönlich zu individualisieren, ist dabei schließlich das Tüpfelchen auf dem i. Damit möchten wir zeigen, wohin die Reise gehen könnte, was die Zukunft bringen könnte.“ Tatsächlich eröffnet die neue Technik auch aus unserer Sicht ganz neue Möglichkeiten das eigene Motorrad zu gestalten. Sicher ist man hier noch am Anfang. Allerdings zeigt Suzuki mit der Little Bastard was bereits heute mich einfachen Mitteln bereits möglich ist.

Suzuki SV650 Little Bastard 11

Umso bedauerlicher das dem kleinen Bastard die Teilnahme am Sprint versagt blieb. Ein technischer Defekt machte den Start unmöglich. Sehr schade, zumal sehr viel Arbeit und Herzblut in das Projekt gesteckt wurde. Vielleicht ergibt sich bei den Sprints auf der Intermot im Oktober eine neue Chance.

Text: Matthias Hirsch

Bilder: Suzuki