BMW R 1200 GS 2017 – Vorstellung

BMW R 1200 GS 2017 – Vorstellung


Update für den Spitzenreiter

Auch das erfolgreichste Motorrad muss überarbeitet werden wenn es der Gesetzgeber so vorgibt. Dementsprechend macht BMW die R 1200 GS Euro 4 fit und nutzt die Gelegenheit das Erfolgsmodell zu optimieren. Zusätzlich kommen 2 neue Varianten damit der Fahrer seine GS schon ab Werk auf sein persönliches Einsatzgebiet optimieren kann.

So ein Klassenprimus hat es nicht immer leicht, auch die R 1200 GS aus dem Hause BMW nicht. Wenn man die Diskussionen so verfolgt, fragt man sich schon wie ein scheinbar so unbeliebtes Motorrad dermaßen erfolgreich sein kann. Wann immer es um die GS geht, kommt der übliche Spott. Wohl gemerkt zu einem Motorrad das sich immerhin weit mehr als doppelt so oft verkauft wie die öfter wechselnde Nummer 2 am Markt. Beispiel gefällig? 2015 wurden 7.225 GS zugelassen, Platz 2 ging an die MT-07 mit 3.184 – nicht einmal die Hälfte. Man kann getrost sagen: die GS hat sich den Neid bzw. die Missgunst richtig verdient. Die Konkurrenz schielt gefühlt seit Jahrzehnten Richtung GS und schafft es dennoch nicht an deren Thron zu kratzen.

Damit dies so bleibt, verpasst BMW der R 1200 GS für 2017 das notwendige Update. Der Boxer ist dann natürlich Euro 4 konform. Die Leistungsdaten bleiben allerdings wie bisher. Der Zweizylinder hat 1.170 Kubik und leistet wie bisher 125 PS bei 7.750 sowie 125 NM bei 6.500 Umdrehungen. Um die Euro 4 Vorschriften zu erfüllen, änderten die Ingenieure das Motormanagement und den Katalysator. Serienmäßig kommt die GS mit 2 Fahrmodi: Rain und Road. Die weiteren sind wie bisher auch optional erhältlich: Dynamic, Enduro sowie die freizuschaltenden Dynamic Pro und Enduro Pro. Die ASC genannte Traktionskontrolle zählt ebenfalls zur Standardausstattung, die dynamische Traktionskontrolle und das semiaktive Dynamic ESA stehen auf der Optionsliste. Dort sind dann auch die bekannte Berganfahrhilfe Hill Start Control, das ABS Pro genannte Kurven-ABS und allerlei Zusatzausstattung zu finden. 

BMW R 1200 GS Rallye 2017 01

BMW R 1200 GS Rallye – Grobstoller mit Endurocharakter

Es soll tatsächlich Menschen geben, die mit der R 1200 GS ernsthaft ins Gelände gehen. Ein paar davon kann man regelmäßig bei der GS-Trophy bewundern. Mit der R 1200 GS Rallye hat BMW jetzt ein Paket geschnürt das sich intensiv der Geländeeignung der GS widmet. Dabei geht es nicht um optische Effekthascherei, die Rallye unterscheidet sich wesentlich von der Straßenvariante. So erhält sie ein Sportfahrwerk mit härteren Federn, längeren Federbeinen und –wegen was die Fahrstabilität Offroad spürbar steigern soll. Besagtes Sportahrwerk ist dabei immer an Dynamic ESA gebunden. Die Maßnahmen sorgen für mehr Bodenfreiheit und natürlich für eine höhere Sitzposition. Stollenreifen sorgen für bessere Traktion auf losem Untergrund. Natürlich gehen diese Maßnahmen ein wenig zu Lasten der Straßentauglichkeit.

Darüber hinaus sitzt der Fahrer bei der Rallye auf einer einteiligen Sitzbank, deutlich schmaler und für das Fahren im Stehen besser geeignet. Breite und verzahnte Endurofußrasten sorgen für einen sichern Stand. An der Fron ist ein kurzes Sportschild montiert das für freie Sicht nach vorne sorgt. Zwar bleibt es bei der Radmaßen 19 Zoll vorne und 17 Zoll hinten, allerdings hat die R 1200 GS Rallye Drahtspeichenräder. 

BMW R 1200 GS Exclusive 2017 03

R 1200 GS Exclusive – Glammer and Glitter

Die Variante R 1200 GS Exclusive hat mit grobstolligem Einsatz nichts am Hut. Im Gegenteil. Der Name ist Programm – allerdings beschränken sich die Änderungen auf rein optische Effekte. So ist die Farbe Iced Chocolate metallic der Exclusive vorbehalten. Der Rahmen ist mit Achatgrau metallic matt gepulvert, der Antriebsstrang ist Schwarz, die Bremssättel sind Gold lackiert. Wer es braucht mit dem Etikett Exclusive unterwegs zu sein, wird sicher aus dem Häuschen sein. Wir sind es ehrlich gesagt in Bezug auf dieses Modell nicht.

Markteinführung der 2017er R 1200 GS wird März 2017 sein, der Einstiegspreis liegt bei 15.150 Euro. Damit liegt er 250 Euro über dem von 2016.

Text: Matthias Hirsch

Bilder: BMW