Ducati 1299 Superleggera – Vorstellung

Ducati 1299 Superleggera – Vorstellung


Einfach SUPERLECKER!

Ducati präsentiert mit der 1299 Superleggera der derzeitige Superlativ in Sachen Rennsport für die Straße. Einzigartig in Leistung, Optik, Technik und selbstverständlich im Preis. Eine echte Ikone – und bereits vor der Präsentation restlos ausverkauft.

Die 1299 Superleggera ist ein gutes Beispiel dafür, wenn man den Ingenieuren und Designern mal freie Hand lässt. Der Controller nicht hinten dran steht und den berühmten Rotstift schwingt. Hier durften sich die Herren mal richtig austoben – das Ergebnis ist atemberaubend. Selbst wenn man nicht auf Supersportler steht, die Superleggera beeindruckt mit all ihren Eigenschaften. Modernste Technik und edelste Materialien - schöne Motorräder konnte Ducati schon mit Rotstift im Nacken bauen. Spätestens beim Blick auf die Eckdaten stellen sich die Nackenhärchen endgültig auf: 215 Pferde bei gerade einmal 167 Kilo vollgetankt! Damit ist sie die Prima Ballerina unter den Superbikes und lässt den Rest wie die Mannschaft der Kugelstoßerinnen aussehen.

Der betriebene Aufwand bei der 1299 Superleggera ist allerdings auch enorm. So sind das Monocoque (vorderer Hilfsrahmen mit Luftfiltergehäuse), die Einarmschwinge, der Heckrahmen, die Verkleidung und die Räder aus Karbon gefertigt. Aber auch der Rest des Bikes schreit in jedem Winkel nach Leichtbau. Das Fahrwerk kommt aus dem Haus Öhlins: vorne arbeitet die voll einstellbare FL936 USD-Gabel mit einem Standrohrdurchmesser von 43 mm. Das komplette Teil wiegt 1,35 Kilo weniger als die ebenfalls von Öhlins gelieferte Gabel an der Panigale R. Hinten ist das TTX36 Federbein mit einer Titanfeder verbaut, ebenfalls ganze 500 g leichter als bei der Edel-Panigale. Die Bremsen stammen direkt aus der Superbike WM. An der Front nehmen zwei M50-Vierkolben-Festsättel mit TT29OPI Bremsbelägen aus dem Hause Brembo die zwei 330 mm großen Scheiben in die Zange. Für hervorragende Dosierung sorgt die Radialpumpe MC 19.21 aus dem gleichen Haus.

Der Antrieb der 1299 Superleggera ist nicht minder beeindruckend. Insgesamt 1.285 Kubik sind für 215 Pferde bei 11.000 Umdrehungen gut. Das maximale Drehmoment von 149 NM liegt bei 9.000 Umdrehungen an. Die Zylinderlaufbuchsen sind aus Aluminium, die Kurbelwelle ist leichter und hat Ausgleichsgewichte aus Wolfram, dazu kommen noch Titanpleuel. Alles in allem werden 2,1 Kilo am Motor eingespart. Ganz nebenbei erfüllt der Antrieb noch die Euro 4 Vorschriften. Wem die 215 Pferde nicht genug sind und auf den Straßeneinsatz verzichten kann, montiert das mitgelieferte Rennkit. Das erhöht die Leistung auf 220 PS und senkt das Gewicht dank des Akrapovic Racing-Auspuff aus Titan um weitere 4 Kilo.

Selbstverständlich ist bei der 1299 Superleggera auch das Elektronik-Paket einzigartig. Basis für die ganze Geschichte ist das 6-Achsen IMU von Bosch, das alle System mit dem aktuellen Fahrzustand versorgt. Die Traktionskontrolle DTC EVO sorgt für feinste Regelung, die Regelintervalle sind reduzierter und ermöglichen kontrollierte Drifts in Schräglage, beispielweise um das Motorrad in Verbindung mit der Ducati Slide Control (DSC) perfekt anzustellen. Dazu kommen noch Wheelie Control, Launch Control, einstellbare Motorbremse, Schräglagen-ABS und ein Datenlogger. 

Die 1299 Superleggera hat allerdings 2 große Haken. Der erste ist der exklusive Preis: 79.000 Euro sind beim Kauf fällig. Selbst wenn man die hat wird es schwer. Denn die limitierte Auflage von 500 Stück ist schon ausverkauft. Und den aktuellen Besitzern kann man die Superleggera wahrscheinlich nur mit noch mehr Kohle abschwatzen.

Text: Matthias Hirsch

Bilder: Ducati