BMW S 1000 RR Präsentation

BMW S 1000 RR Präsentation


Mit der neuen BMW S 1000 RR feierte am 9.Mai auf der geschichtsträchtigen Rennstrecke von Monza erstmals ein innovativer Supersportler von BMW mit Vierzylinder-Reihenmotor seine Weltpremiere.

Als Meilenstein in der BMW Motorrad Erlebniswelt Sport und mit einer Motorleistung von 142 kW (193 PS) bei einem Gewicht von nur 204 kg inklusive Kraftstoff (183 kg trocken, 206,5 kg mit Race ABS) setzt dieses Supersport-Motorrad nicht nur absolute Highlights in puncto Leistungsgewicht und Performance, sondern mit dem Race ABS sowie der Traktionskontrolle DTC (Dynamic Traction Control) auch neue Maßstäbe im Bereich Fahrdynamik, Fahrsicherheit und Innovation.

Die Ortswahl für die Präsentation fiel keineswegs zufällig auf die legendäre Hochgeschwindigkeitsstrecke im königlichen Park zu Monza. Seit Beginn dieses Jahres tritt das Team BMW Motorrad Motorsport in der Superbike-Weltmeisterschaft an, und als Basis für die dem Reglement entsprechend seriennahen Rennmaschinen der beiden Werksfahrer Troy Corser und Ruben Xaus dient die neue S 1000 RR.

Die Herausforderung für BMW Motorrad

Will ein Hersteller heute mit einem Superbike auch in der Weltmeisterschaft bestehen, wird ein Serienfahrzeug mit einem bereits in allen Bereichen konsequent ausgelegten Fahrzeugkonzept benötigt. Gefordert sind hohe Spitzenleistung, breites Drehzahlband, hohes Drehvermögen, optimale Steifigkeit des Chassis sowie eine perfekte Abstimmung des Triebwerks.Darüber hinaus stehen gerade in der Topliga der Supersport-Motorräder heute zudem mehr denn je Eigenschaften wie einfache Fahrbarkeit, leichtfüßiges Handling und vor allem Sicherheitsfeatures in Form von Fahrerassistenzsystemen wie ABS und Traktionskontrolle ganz oben auf der Wunschliste der Kunden.
BMW Motorrad betrat mit der Entwicklung der S 1000 RR vollständiges Neuland. Dies bedeutete für die Entwicklungsmannschaft einerseits ein immenses Aufgabenspektrum, andererseits aber auch eine enorme Motivation, hier neue Maßstäbe zu setzen.

Einzigartigkeit im Wettbewerb.

Über Jahrzehnte hinweg hat sich gerade im Feld der Supersport-Motorräder das Bauprinzip mit Vierzylinder-Reihenmotor und Aluminiumbrückenrahmen stetig weiterentwickelt und als dominierendes technisches Konzept etabliert. Hierfür sprechen Vorteile im Bereich der Fahrdynamik, Dauerhaltbarkeit und Fertigung. Aus diesen Gründen setzt auch die neue S 1000 RR auf dieses in seiner Auslegung außerordentlich bewährte Konzept. Doch auch wenn die S 1000 RR in ihrer Konzeption mit Vierzylinder-Reihenmotor und Aluminiumbrückenrahmen auf den ersten Blick Ähnlichkeiten mit Wettbewerbern besitzen mag, ist es dem Entwicklungsteam von BMW Motorrad gelungen, den bisherigen Stand dieses Baukonzepts in nahezu allen Belangen zu verbessern. Damit vereint die S 1000 RR nicht nur viele Differenzierungsmerkmale in puncto Technik, Performance und Design auf sich, sondern zeigt mit ihrer besonders kompakten Gesamtkonzeption die europäische Ingenieurskunst im Segment supersportlicher Vierzylinder-Motorräder.

Maximale Sportlichkeit und Fahrdynamik.

Noch nie war ein BMW Motorrad hinsichtlich seiner Konzeption und Konstruktion kompromissloser auf supersportliche Einsatzzwecke ausgelegt. Dennoch vereint auch die neue S 1000 RR viele der Tugenden, die eine BMW bis heute auszeichnen: extreme Sportlichkeit und Fahrdynamik bei gleichzeitig hoher Alltagstauglichkeit, spielerisches Handling bei absoluter Fahrstabilität, beeindruckende Performance bei einem Höchstmaß an aktiver Sicherheit sowie dynamisches, unverwechselbares Design bei gleichzeitig bester Ergonomie und Aerodynamik.
Frei wählbare Motorcharakteristiken sowie Race ABS und Traktionskontrolle DTC (Dynamic Traction Control).
Weiterhin besticht die neue S 1000 RR mit den BMW typischen Eigenschaften wie Langlebigkeit, Fertigungsqualität sowie bestmöglicher Umwelt verträglichkeit durch modernste Abgasreinigung mit zwei geregelten Dreiwegekatalysatoren, die auch das Potenzial für zukünftige Abgasregularien besitzen. Ein deutliches Plus an aktiver Sicherheit beim Bremsen ermöglicht das speziell für die S 1000 RR und deren supersportliche Einsatzwecke entwickelte und als Sonderausstattung ab Werk lieferbare Race ABS. Einen enormen Zugewinn an aktiver Fahrsicherheit verschafft zudem die ebenfalls als Sonderausstattung erhältliche, elektronisch geregelte Traktionskontrolle DTC (Dynamic Traction Control) beim Beschleunigen. Für unterschiedliche Einsatzspektren wie nasse Fahrbahn („Rain“), Straße („Sport“), Rennstrecke mit Supersportreifen („Race“) oder Rennstrecke mit Slicks („Slick“) stehen dem Fahrer zudem individuelle, per Knopfdruck wählbare Motorcharakteristiken zur Verfügung. Race ABS und Traktionskontrolle sind zudem mit den jeweiligen Fahrmodi kombiniert und so für ein Höchstmaß an Performance und Sicherheit ganzheitlich aufeinander abgestimmt.

Ventiltrieb nach BMW Formel 1 Vorbild.

Hauptziel bei der Entwicklung der neuen S 1000 RR war es, einen Super sportler mit überragender Motorleistung sowie gleichzeitig einem Höchstmaß an Fahrbarkeit für optimale Gesamtperformance zu schaffen. Bei ihrem wassergekühlten Vierzylinder-Reihenmotor handelt es sich um eine komplette Neukonstruktion mit einer Spitzenleistung von 142 kW (193 PS) bei 13.000 min–1 und einer Maximaldrehzahl von 14.200 min–1. Das maximale Drehmoment von 112 Nm wird bei 9.750 min–1 erreicht. In Anlehnung an die BMW Formel 1 Motoren werden die beiden aus leichtem Titan gefertigten Ein- und Auslassventile pro Zylinder über sehr kleine und leichte Einzelschlepphebel betätigt. In Verbindung mit einer kurzen, via Zwischenrad angetriebenen Zahnkette für den Nockenwellenantrieb garantiert dies höchste Drehzahlfestigkeit sowie exakte Einhaltung der Ventilsteuerzeiten bei gleichzeitig geringer Bauhöhe. Zudem eröffnet der Einsatz von extrem kleinen und leichten Schlepphebeln den Technikern größere Freiheitsgrade bei der Festlegung der Ventilerhebungskurven und damit bei der Wahl der bestmöglichen Leistungscharakteristik, sowohl auf der Straße als auch im Renneinsatz. Alle Details am Motor sind besonders kompakt und leicht ausgeführt. Das Ergebnis sind ein besonders geringes Grundmotorgewicht von 59,8 kg und eine sehr schmale Baubreite.

Innovative Abgasanlage

Die komplett aus Edelstahl gefertigte Abgasanlage der S 1000 RR ist ganz auf eine optimale Leistungscharakteristik ausgelegt. Sie arbeitet nach dem 4-in-2-in-1-Prinzip, bei dem die vier gleich langen Einzelkrümmer unter dem Motorgehäuse zunächst in zwei Rohre zusammengeführt werden und dann in einen großvolumigen Vorschalldämpfer münden. Von dort aus gelangt das Abgas über einen sehr kurzen und dynamisch gestalteten Endschalldämpfer ins Freie. Ein homogener Leistungs- und Drehmomentverlauf und damit bestmögliche Fahrbarkeit gelten als Voraussetzungen für sportliche Performance auf der Straße und schnelle Rundenzeiten auf Rennstrecken. Deshalb besitzt die Abgasanlage der S 1000 RR zwei gesteuerte Interferenzrohrklappen, die sich in zwei Verbindungsrohren für die beiden äußeren sowie die beiden inneren Krümmer in unmittelbarer Nähe der Auslasskanäle befi nden. Abhängig von verschiedenen Kennfeldgrößen wie Motordrehzahl und Drosselklappenstellung öffnet oder schließt ein Stellmotor diese Klappen und gibt die Verbindung zwischen den beiden Krümmerrohren frei beziehungsweise unterbricht sie. Hierdurch werden die Schwingungen im Abgasmassenstrom zeitlich so aufeinander abgestimmt, dass ein im entscheidenden Moment reduzierter Abgasgegendruck (ähnlich eines Race-Schalldämpfers) eine Steigerung der Füllung bewirkt. Dies trägt wesentlich zur homogenen hohen Gesamtperformance der S 1000 RR bei.

Leichtester Supersportler mit ABS

Auch beim Fahrwerk definiert sich die neue S 1000 RR auf höchstem Niveau. Mit 206,5 kg Gewicht fahrfertig vollgetankt ist sie der mit Abstand leichteste Supersportler mit 999 cm3 Hubraum und ABS. So integriert der Brückenrahmen aus Aluminium den um 32 Grad nach vorn geneigten Motor als tragendes Element für optimale Verwindungssteifi gkeit bei geringstmöglichem Gewicht. Die Führung des Vorderrads übernimmt eine Upside-down-Gabel mit üppig bemessenen 46 mm Standrohr-
durchmesser, während eine aus Aluminium gefertigte, verwindungssteife Schwinge das Hinterrad aufnimmt. Die Aufgaben von Federung und Dämpfung übernimmt ein über einen Umlenkhebel angelenktes Zentralfederbein. Bei der Konstruktion des Rahmenhecks vertraut die S 1000 RR auf eine mit dem Rahmen verschraubte Schweißkonstruktion aus Leichtmetallprofilen. Sie vereint geringes Gewicht mit großer Stabilität sowie einer gewissen Robustheit, wie sie gerade beim Einsatz auf der Rennstrecke von den Fahrern und Teams in der Praxis geschätzt wird.