Kettenschmiermittel Dry Lube Alternative zum Kettenspray

Kettenschmiermittel Dry Lube Alternative zum Kettenspray


Trocken schmiert besser

Die Kette und ihre nähere Umgebung, wie Ritzelabdeckung, Seitenständer, Rahmenunterzug, Kettenschutz, Schwinge, Kettenrad und Felge sind ein Hort des Schreckens für jeden peniblen Motorrad-Putzer. Normales Kettenspray ist nun mal fettig und klebrig, denn es soll ja die Kette fetten und möglichst lange an ihr kleben. Logisch!

Klebrig fette Pampelacke

Leider sammelt es durch genau diese Eigenschaften gern Straßenstaub und Schmutz auf, der dann an der Kette mitläuft und zu schnellerem Verschleiß durch zusätzliche Reibung beiträgt. Zudem kann kein Kettenspray der Welt auf Dauer den Fliehkräften der Kettenrotation standhalten und landet dann zwangsläufig als klebrig fettige Pampelacke an besagten Motorradteilen und bringt dort jeden Meister Propper zur Verzweiflung.

Dass es auch anders geht, zeigen die Jungs von Profi Products. Ihr Kettenschmiermittel "Dry Lube" haben wir uns im Frühjahr auf der Motorräder 2005 in Dortmund vorführen lassen und fortan unseren Honda Dauertester VTR 1000 SP2 damit auf die Reise geschickt. Um für relevante Testbedingungen zu sorgen, verwendeten wir eine nagelneue Enuma-Kette auf den schon angefahrenen Ritzeln. Wir fuhren durch übelsten tagelangen Dauerregen im Schwarzwald, schleuderten die Kette auf dem Oscherslebener Motopark und der Nordschleife ordentlich durch und begaben uns bei größtmöglicher trockener Hitze wiederum auf Rhön Tour. Insgesamt sind so 6.000 Testkilometer unter verschiedensten Bedingungen zusammen gekommen, bei denen wir die wasserfeste Trockenfilm-Kettenschmierung des Dry Lube unter die Lupe nehmen konnten.

Fahrzit:


Die Pampelacke rundherum ist schlicht nicht vorhanden. Die Kette nimmt keinen Staub oder Schmutz mehr an. Überschüssige Dry Lube Partikel, die abgeschleudert werden, lassen sich, wie Bremsstaub leicht mit einem Tuch von der Felge oder Schwinge abwischen. Weiterer Verschleiß an der Kette oder den Ritzeln lässt sich bisher nicht feststellen. Wir brauchten die Kette bisher nur einmal nachspannen. Wer seine Kette alle 400 Kilometer, mit Dry Lube schmiert, oder besser bestäubt, schont nicht nur seinen Antriebsstrang und die Umwelt, sondern auch das Lappen und Putzmittelreservoir in der Garage.

Text & Fotos: Pabi