Mini - Hebebühne selbst gemacht

Mini - Hebebühne selbst gemacht


Ein Hublift fuer Zuhause

Nicht nur in meinem Motorradschuppen ist Platz extrem knapp. Musste ich z.B. an der R80 das Hinterrad herausnehmen, so war es wegen Kofferträgern und tiefem hinteren Schutzblech nicht möglich, das Rad heraus zu bekommen, ohne die Maschine sehr schräg zu halten, was für einen Einzelnen fast unmöglich ist.

Klein aber fein

Eine normale Hebebühne kam schon wegen der Platzverhältnisse nicht in Frage. So entstand die Idee mit zwei Scherenwagenhebern. Diese eignen sich sehr gut, weil sie in der Anfangsstellung sehr flach sind und bis zu 45 cm heben können. Durch ihren Spindelantrieb sind sie selbstsichernd und können nicht unerwartet heruntersinken. Hydraulikheber haben alle eine recht hohe Bauweise, verfügen über relativ wenig Hubhöhe und können schon mal unerwartet absacken. Zwei gleiche Scherenwagenheber waren schnell beschafft, dazu kamen noch zwei Stahlplatten (250 x 450 mm, 7 mm dick), die in einem stahlverarbeitenden Betrieb herumlagen. Um beide Spindeln drehbar zu verbinden, benutzten wir einen Kettensatz für Nockenwellenantrieb irgendeines Automotors. Diese findet man praktisch auf jedem Schrotthaufen eines Autohauses. Eine einfache Motorradkette mit zwei passenden, gleichgroßen Ritzeln eignet sich ebenfalls. Die Befestigung auf den Spindeln hängt von Beschaffenheit und Dicke der Spindeln ab. Beide Wagenheber wurden zunächst möglichst nah am Außenrand auf die untere Platte geschweißt. Mit aufgelegter Kette konnten wir den Abstand der beiden Scherenwagenheber genau festlegen. Anschließend wurde die zweite Stahlplatte auf die Oberseite der Wagenheber geschweißt. Ist alles genau ausgerichtet, lässt sich die ganze Einheit schon als Hebebühne benutzen. Da aber im ganz ausgefahrenen Zustand doch noch eine gewisse Wackelei vorhanden war, konstruierten wir noch einen U-förmigen Rohrwinkel, der mit ein oder zwei Schellen schwenkbar auf der unteren Platte befestigt ist. Ist die Hebeeinheit ganz hochgedreht, wird dieser Rohrbügel hochgeklappt und die Hebebühne um ca. 5mm wieder heruntergedreht. Gegen das Abrutschen der Stütze sichern unter der oberen Platte zwei aufgeschweißte Nocken. Dadurch wird eine ausreichende Abstützung erreicht. Die Anfangshöhe unserer Konstruktion liegt bei 120 mm, die Endhöhe beträgt 450 mm. Theoretisch trägt diese Konstruktion 2000 Kilo.

Text & Fotos: Güma